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Pogatetz: Mit Mentalität schlägt man Qualität

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Emanuel Pogatetz zeigt es vorm Leipzig-Hit an: Auf sie mit Gebrüll.

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City-Press GbR

Berlin -

2016 begann in Lautern mit einem Duell auf Augenhöhe (2:2). Es folgte ein Spiel mit Favoritenstellung gegen 1860 (3:0). Wenn der 1. FC Union Freitag in Leipzig antritt, heißt es nun „Außenseiter – Spitzenreiter“.

Man muss sich nichts vormachen. Auch wenn der Tabellenführer aus Sachsen am vergangenen Spieltag am Millerntor gegen St. Pauli verloren hat, ist er das Maß aller Dinge in der Liga. Leipzig ist Spitzenreiter. Und das nicht ohne Grund. Die Partie lebt vom Gegensatz, vom Kampf David gegen Goliath. 

Was die Partie aber auf keinen Fall ist, so wie es auf der Homepage des Markranstädt-Ablegers angekündigt ist: ein Ostderby. Ja, es ist nicht mal ein Ostklassiker, wie es Spiele gegen Cottbus, Dresden oder Hansa Rostock wären. Es ist einfach das Duell zweier Mannschaften, die mit unterschiedlichen Ambitionen in die Saison gestartet sind. Leipzig wollte unbedingt aufsteigen. Union so weit oben wie möglich mitmischen. Was, die Tabelle zeigt es, bisher noch nicht wirklich gelang.
Und doch ist Union nicht chancenlos. Abwehr-Kante Emanuel Pogatetz: „So, wie wir im Spiel gegen 1860 aufgetreten sind und zusammengehalten haben trotz der Rückschläge, oder wie wir letzte Woche in Kaiserslautern zurückgekommen sind, das zeichnet uns aus. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir auch in den nächsten Wochen gut auftreten werden!“

Auch in Leipzig? „Ich freue mich, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft spielen können. Wir sind gut drauf. Die haben Superqualität. Aber wir werden uns nicht verstecken und wollen da was mitnehmen“, so der Steierer. Gut gebrüllt, Löwe. Denn warum soll man als Außenseiter nicht auch mal beim Spitzenreiter für eine Überraschung sorgen können?