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Pleite in Leipzig: Rest-Union abgebraust vom Millionen-Monster

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Sören Brandy hatte gegen Leipzig wenig Freude.

Foto:

City-Press GbR

Leipzig -

Es war zu befürchten und es ist auch passiert: In Leipzig hingen die die Trauben einfach zu hoch für den arg ersatzgeschwächten 1. FC Union. Ein Spiel ohne acht Verletzte – zuletzt  meldete sich auch noch Tojäger Bobby Wood mit Rückenbeschwerden ab – ist einfach nicht zu gewinnen.

Am Ende hieß es 3:0 (2:0) für die Brausetruppe, das Millionen-Monster der Zweiten Liga. Es sah phasenweise recht ordentlich aus, was die eiserne Rumpfelf versuchte. Zumindest in der Anfangsphase. Das galt aber auch so für die Hausherren. Die spulten gelassen ihr Programm runter. Sicher in dem Wissen, irgendwann würde es klingeln. und sei es nur durch die überlegene individuelle Klasse bedingt.

So kam es denn auch. 13 Minuten hielt Unions Hintermannschaft den Laden dicht. Doch zwei Minuten bevor die 5.000 eisernen „Protest“-Fans endlich in ihre Blöcke einmarschierten, war Jakob Busk das erste Mal geschlagen. Der überragenden Emil Forsberg passte von links in die Mitte. Dass zwei Leipziger Angreifer die Kugel verpassten, machte nichts, denn  Dominik Kaiser stand goldrichtig – 1:0 (13.).  

Nach Tor Nummer 2 – diesmal durfte Willi Orban sich in der Mitte ungestört austoben (24.) –  war die Partie schon gelaufen. Wunder gibt es eben nicht immer wieder! Und die in ihrer Dosen-Kohle badenden  Markranstädt-Vorstädter sind eben nicht Kaiserslautern oder sonst eine Laufkundschaft. Forsberg hätte vor der Pause das Ergebnis schon höher schrauben können, traf aber nur die Latte.

Das 3:0 besorgte  dann Yussuf Poulsen gleich nach Wiederanpfiff (52.). Mehr wurde es dann zum Glück für die Eisernen nicht. Zum Teil auch ein bisschen der Ausrichtung von Leipzigs Trainer Ralf Rangnick geschuldet, der gehörigen Respekt vor Unions Offensivkraft hatte und daher seien Jungs anwies, unbedingt das zu Null zu halten. Die hielt auch, weil Unions Abteilung Attacke insgesamt weniger Durchschlagskraft bewies als die FCU-Fans auf den Rängen.

Sie kamen spät, aber gewaltig. Erst mit dem Einmarsch der 5.000 genau 15 Minuten nach Anpfiff kam so etwas wie Stimmung ins Stadion, die anderen 25000 waren nicht mehr zu hören. Trotzig wurde durchgesungen. Völlig egal wie es unten auf dem Rasen auch stand. Einzig die drei Böller hätten nicht sein müssen.  Aber auch auf den Rängen nimmt man sich oft für ein Spiel etwas vor und kann es dann nicht ganz wie gewünscht durchhalten.