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Neuer Lizenzspieler-Chef: Schulte ist schon in Mitte und bei Union angekommen

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Helmut Schulte in seinem neuen Arbeitsumfeld.

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imago/Matthias Koch

Berlin -

Vor fast 25 Jahren führten seine Wege Helmut Schulte zum ersten Mal in die Alte Försterei. Am Sonnabend bei Unions Benefizkick gegen Austria Salzburg (5:0) hielt er sich noch bewusst fern. Erst gestern, nach Ablauf der Transferperiode, trat er seinen Job als Leiter der Lizenzspielerabteilung an. Anders als bei seiner Premiere war er diesmal vorbereitet und hat alles sofort gefunden.

„Das war damals ein Aufstiegsspiel zur Zweiten Liga gegen, wie man mir beigebracht hat, die ,Unaussprechlichen’. Also noch an der richtig alten Alten Försterei. Ich kannte mich in Berlin nicht aus, aber alle sagten nur, fahr einfach nach Köpenick.“ Könne man nicht verfehlen. Er irrte – mangels Beschilderung – dann doch umher und kam weit nach Anpfiff an. Dafür weiß er den Torschützen noch: Olaf Seier.

Begegnung Nummer 2 war am Vorabend des DFB-Pokalfinales 2001 gegen Schalke. Die U19 der Königsblauen, für die Schulte damals Nachwuchschef war, gewann in Köpenick den DFB-Pokal der A-Junioren und tags darauf holten die Profis den großen Pott im Olympiastadion gegen die Elf von Georgi Wassilew.

Auch eine Pleite bei Union ist bei ihm haften geblieben. Ein 1:2 mit St. Pauli 2010. „Damals haben alle das Mattuschka-Lied gesungen. Ich dachte: ,Oh nein, wenn der jetzt trifft’.“ Tusche traf, St. Pauli drohte im Aufstiegsrennen zu straucheln. Für Schulte eine Transferniederlage, denn Martin Harnik sagte ihm danach ab.

Vergangenheit. Nun sein nächster Anlauf. Gestern ist er zu Lutz Munack in sein Büro gezogen. „Ich will so schnell wie möglich Teil von Union werden“, so der 58-Jährige. Was er als Erstes machen wird? „Die Menschen kennen lernen“, so sein Vorhaben. Sein Motto: schauen, überlegen, sehen, wo man etwas besser machen kann.

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Helmut Schulte mit seiner Frau Bettina.

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imago sportfotodienst

Der Start scheint gelungen. In Mitte hat er mit seiner Frau Bettina in der Wohnung eines Freundes Quartier bezogen. Von da aus will er in Ruhe nach einem festen Domizil suchen. 

Und seine Ziele? „Wie sagt man so schön? Aller guten Dinge sind ... Ich bin ja zwei Mal in meiner Karriere aufgestiegen. Einmal als Trainer mit St. Pauli und einmal als Sportchef.“