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Kaffeeklatsch nach dem Auftaktmatch: Union-Frauen: Schnuckis? Nö, wir wollen Kampfsäue!

Die beiden Neulinge Martin Dausch (l.) und Damir Kreilach zeigen den von Unions Damenwelt gewünschten Einsatz.

Die beiden Neulinge Martin Dausch (l.) und Damir Kreilach zeigen den von Unions Damenwelt gewünschten Einsatz.

Foto:

City-Press GbR

Berlin -

Sehen Frauen den Fußball anders als Männer? Der KURIER fragte drei weibliche Fans des 1. FC Union. Rede und Antwort stehen Ute Arbeit (39), seit 1989 bei Union, Petra Plociennik (47), seit 2006 bei Union und Janine Jänicke (44), seit 2002 bei Union

Was ist das Beste, was ist das Schlimmste, was ihr Euch für diese Saison vorstellen könnt?

Petra: Aufstieg und Abstieg. Aber Abstieg ist nicht realistisch.

Ute: Ich glaube, in der Zweiten Liga sind wir gefestigt. Negativ wäre für mich, wenn die Leute im Stadion anfangen zu pfeifen.

Janine: Wenn die Spieler gelangweilt wirken, ohne Feuer, das finde ich schlimm.

Wie gefallen Euch die neuen Spieler?

Petra: Die finde ich toll! Mein Liebling ist Martin Dausch.

Ute: Meiner auch! Ich bin überzeugter Dauschianer.

Petra: Das ging ganz schnell, das hat etwa fünf Minuten gedauert.

Spielt der „Schnucki-Faktor“ dabei eine Rolle?

Ute: Bei Dausch? Ich hab nicht mal ein richtiges Bild vor Augen, ehrlich gesagt.

Petra: Nö. Kein Schnucki-Faktor.

Ute: Ich habe Dausch in den Vorbereitungsspielen gesehen, und gegen Bochum, die zwanzig Minuten und dachte mir: Oh ja! So möchte ich einen Fußballer auf dem Platz sehen.

Janine: Schucki-Faktor? Nee. Ich kuck nicht nach dem Aussehen. Das ist mir egal. Der Fight ist wichtig. So wie der Blonde zum Beispiel, ich glaube Brandy. Hingefallen und gleich wieder aufgesprungen. Das finde ich toll. Das fand ich auch so cool bei Baume, damals. Eine richtige Kampfsau. Sowas will ich sehen.

Könnt ihr gut mit Niederlagen umgehen?

Petra: Ich gehe zu Union. Da ist man falsch aufgehoben, wenn man damit nicht umgehen kann.

Ute: Mal ja, mal nein. Ich habe das Glück oder Pech, einen Sohn zu haben, der sich noch viel mehr ärgert. Ich muss den dann immer wieder runterholen.

Janine: Es ist nicht jedes Mal gleich, aber dass ich mir den Tag versauen lasse, das mache ich nicht. Wenn mein Mann deshalb schlechte Laune hat, das ärgert mich mehr.

Was hat sich für Euch durch die neue Haupttribüne verändert?

Petra: Schon mit dem Rohbau hat sich vieles verändert. Die Akkustik und das Flutlicht.

Ute: Wir haben uns daran gewöhnt. Das ist wie mit aufwachsenden Kindern, das geht nach und nach, das ist ja nicht plötzlich anders.

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