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Jubiläumsspiel Union vs. BVB: Lewandowski gegen seine alte Heimat

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Sascha Lewandowski will mit dem 1. FC Union nach der Winterpause weiter jubeln und so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller raus.  Und wie gut die Eisernen sich bisher vorbereitet haben, wird das Testspiel gegen Dortmund zeigen.

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City-Press GbR

Berlin -

Wenn Sonntag Borussia Dortmund zum Jubiläumsspiel in der Alten Försterei antritt (17 Uhr/Sport1), ist das für alle Unioner ein großes Ereignis. Natürlich auch für den Coach der Eisernen Sascha Lewandowski. Allerdings ist es für ihn nicht nur ein ganz besonderes Spiel, weil es die Partie zum 50. Geburtstag seines Arbeitgebers ist, sondern auch, weil der 44-Jährige ein waschechter Dortmunder ist.

28 Jahre lebte der Fußballlehrer von Geburt an in der Stadt des deutschen Meisters von 2012. „Meine ganze Familie lebt noch dort“, verrät Lewandowski. Und trotzdem hat ihn der Borussen-Virus nie richtig infiziert. Er lacht: „Nein, es ist nicht so, dass ich in schwarz-gelber Bettwäsche geschlafen habe. Sympathie war immer da und als der Klub auf der Kippe stand, da bin ich schon ins Westfalenstadion gegangen.“

Da hat er damals als Teenager sogar auch auf der Südtribüne gestanden und mitgezittert. „Aber so richtig Fan war ich nicht.“ Lewandowski schaut eher mit Trainer-Augen nach Dortmund. Er verrät: „Natürlich hätte ich auch gern so Spieler in meiner Mannschaft wie Marco Reus, Pierre-Emerick Aubameyang oder auch Mats Hummels. Das sind großartige Fußballer.“  Solche Kicker hätte er gern unter seiner Regie, solchen Profis schaut er auch gern zu.

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Felix Passlack gilt als großes Talent.

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imago/DeFodi

Allerdings muss er morgen darauf verzichten, weil der BVB Samstagabend (18.30 Uhr) schon zum ersten Rückrundenspiel in Mönchengladbach ranmuss. Lewandowski: „Wir wissen schon, dass keiner der Jungs, die da auf dem Platz stehen, gegen uns auflaufen wird. Aber trotzdem ist der Kader der Borussia so gut besetzt. Da können auch die jüngeren Spieler einem Zweitliga-Profi enorme Schwierigkeiten machen. Wenn ich da nur an den 17-jährigen Felix Passlack denke.“

Dem hochtalentierten Rechtsaußen gehört in Dortmund die Zukunft. Am Sonntag könnte er Union beim Jubiläumsspiel mächtig ärgern. Aber wo wir gerade bei Talenten sind: Warum hat Lewandowski früher als Spieler nie beim BVB gekickt? „Ganz einfach,“, sagt der Trainer, „früher habe ich bei Eintracht Dortmund im Nachwuchs gespielt. Bis zur B-Jugend haben wir immer die deutlich bessere Nachwuchsarbeit gehabt, wir waren der Borussia immer hochüberlegen. Wir sind auch Westfalen-Meister und Westdeutscher Meister geworden.“

Davon war der BVB weit entfernt. Und später, als es darum ging, dass die A-Jugendlichen mit der besten Perspektive für eine Profi-Karriere zur Borussia wechselten, war Lewandowski nicht dabei. Aber warum zog es ihn auch nie als Trainer zum BVB? „Es gab mehrere Angebote“, sagt Lewandowski.

Doch angenommen hat er keines. Weder als Nachwuchstrainer, noch als Chefcoach. Aber bei den Profis ist die Position ja trotzdem top besetzt. Lewandowski: „Unter Thomas Tuchel spielt die Borussia mehr auf Ballbesitz als unter Kloppo. Und das machen sie richtig gut. Das wird für uns, egal wer auf Dortmunder Seite auf dem Platz steht, eine echte Herausforderung. Trotzdem müssen wir auch selbst mutig sein.“



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