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Jubiläums-Spiel gegen den BVB: Gänsehautmomente in der Alten Försterei

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Das ganze Stadion erlebte bei der Einwechslung von Benjamin Köhler einen Gänsehautmoment.

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Berlin -

Das Einzige, das Sonntag beim Jubeljubiläumsspiel in der Alten Försterei nicht gepasst hat, war das Ergebnis. Denn das wies den 1. FC Union gegen Borussia Dortmund mit 1:3 (1:1) als Verlierer aus.

Eine vielleicht sogar unnötige Niederlage. Sicher, der BVB war mit seiner zweiten Garnitur angetreten. Aber auch da tummelten sich mit Weidenfeller, Ginter und Durm drei Weltmeister sowie mit Schmelzer, Ramos, Kagawa und Subotic vier aktuelle Nationalspieler! Fallobst war das nicht.

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Roman Weidenfeller vom BVB streckt sich vergeblich, Union geht in Führung.

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Matthias Kern

Allein Bobby Wood (50.) oder zwei Mal Raffael Korte (61./75.) hätte dem BVB nach der Pause noch  einen einschenken können. Vielleicht sogar müssen. „Da fehlte uns genauso die nötige Konsequenz wie hinten bei den beiden Gegentoren. Sicher, Ramos [1:2/57. und 1:3/77] ist schwer zu verteidigen, aber man hätte vorher da mitgehen können. Und das ist genau das, was ich seit Wochen moniere“, meinte Trainer Sascha Lewandowski.

„Ich werde nicht aufhören, da die Finger in die Wunde zu legen“, schob der 44-Jährige noch nach. Natürlich gab es auch ein paar schöne Momente. Beispielsweise die große Choreographie vor dem Anpfiff, die das ganze Stadion mit einbezog. Allein das Banner auf der Haupttribüne erinnerte an all das, wofür Union steht: „Wir hatten viele Höhen und Tiefen – Was geschehen ist,  ist geschehen – Doch Erfolge und Narben bleiben immer bestehen.“

Auch auf dem Feld gab es einiges zu bewundern. Beispielsweise den Führungstreffer durch Steven Skrzybski, der nach einer Kopfballablage von Maxi Thiel und dem parierten Schuss von Damir Kreilach goldrichtig stand und abstaubte (26.).  Union agierte sehr entschlossen und bemüht. Aber dem Team wurden eben auch Grenzen aufgezeigt.

Bundesliga ist halt doch eine etwas andere Hausnummer. Folglich lag der Ausgleich lange in der Luft, ehe ihn Pulisic unter Mithilfe des bis dahin glänzenden Daniel Haas dann erzwang (43.). Doch den Gänsehautmoment des Abends bescherte einem dann Roman Weidenfeller. Benny Köhler stand schon seit Minuten an der Seitenlinie, sollte eingewechselt werden. Alle auf den Rängen hatten sich schon von ihren Sitzen erhoben.

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Grandiose Choreographie in der Alten Försterei zum 50. Geburtstag von Union Berlin.

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Hupe

Doch niemand bei den Borussen bekam das mit. Alle machten unverdrossen weiter, ehe Weidenfeller die Kugel mit Absicht ins Aus drosch, damit der Wechsel vollzogen werden konnte. Ein Sonderapplaus war ihm sicher. Und Köhler feierte für zehn Minuten noch einmal Heimluft vor  22 012 Besuchern und nicht nur wie in Spanien vor 200.

Bei so viel Entgegenkommen ließ sich auch Christian Arbeit nicht lumpen. Als Bonbon für den Nachhauseweg der Gäste verkündete er die Bremer Führung in Gelsenkirchen. Was lautstark aus dem Gästeblock quittiert wurde. Es war wirklich für jeden was dabei an diesem Abend.



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