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Helmut Schulte: Union spielt wieder mit Manager

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Helmut Schulte ist Union Berlins neuer Sportdirektor.

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imago/Baering

Berlin -

Vor rund einer Woche hat der KURIER es schon verkündet, jetzt ist es offiziell: Der 1.FC Union und Manager Nico Schäfer trennen sich zum 31. Januar! Schäfers Nachfolger wird ab 1. Februar Ex-St.-Pauli-Geschäftsführer Helmut Schulte (58). Dann mit dem Arbeitstitel „Leiter der Lizenzspieler-Abteilung“.

Und genau der Titel verrät eine Rolle rückwärts der Eisernen. Seit sich Union und Christian Beeck im Sommer 2011 trennten, verzichteten die Köpenicker auf einen Sportdirektor, einem Bindeglied zwischen Trainer und Vorstand. Stattdessen durfte der damalige Coach Uwe Neuhaus (56) im sportlichen Bereich allein schalten und walten. Für den kaufmännischen und organisatorischen Bereich, also die Durchführung von Transfers, Planung von Trainingslagern und ähnlichem, stellte der Verein Neuhaus ab Mai 2011 Nico Schäfer an die Seite.

Als Neuhaus 2014 ging, blieb Schäfer. Die Doppelfunktion für Neuhaus-Nachfolger Norbert Düwel blieb. Auch ein Grund, warum der Bayer scheiterte. Es folgte am 1. September 2015 Sascha Lewandowski und jetzt die Einsicht, dass es ohne einen Sportboss im Profi-Zirkus nicht wirklich funktioniert. Und genau die Rolle übernimmt Schulte ab Februar.

Union wusste schon länger, dass Schäfer den Klub nach vier Jahren verlassen wollte. Also machen die Rot-Weißen jetzt Nägel mit Köpfen und nutzen die Chance, nach Schäfers Abgang wieder einen Sportdirektor oder eben Leiter der Lizenzspieler-Abteilung zu installieren.

Die Neustrukturierung bedeutet jetzt für Union wieder eine neue Zeitrechnung. Und auch für Schäfer: „Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam einiges bewegt bei Union und ich habe sehr gerne dazu beigetragen. Für mich ist nun jedoch der Zeitpunkt gekommen, eine Pause einzulegen und anschließend einen anderen Weg einzuschlagen.“ Wie der aussieht, verrät der 47-Jährige noch nicht.

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Schulte, hier als Manager von Fortuna Düsseldorf beim Fotografieren einer Tribüne am Millerntor von St. Pauli, darf bald die Försterei im Bild festhalten.

Foto:

imago/Oliver Ruhnke

Wie der Weg von Union mit dem neuen Sportboss Schulte aussehen wird, erklärt dagegen Präsident Dirk Zingler. „Mit ihm stellen wir Sascha Lewandowski einen erfahrenen Manager zur Seite, der auch die Bereiche Scouting und Kaderplanung entwickeln und verantworten wird. Beide haben den Auftrag, alle Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um uns sportlich voran zu bringen“, so der Ober-Unioner und meint: „Für die engagierte und erfolgreiche Arbeit in den vergangenen Jahren bedanke ich mich bei Nico Schäfer sehr herzlich. Wir alle hier bei Union wünschen ihm persönlich und beruflich alles Gute.“


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