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Heinz Werner: Eisern in 80 Jahren um die Welt

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Heinz Werner, wie man ihn am besten kennt – als stets wachen Geist und engagierten Redner auf Unionveranstaltungen. 

Foto:

imago/Matthias Koch

Berlin -

Er hat sich extra zurückgehalten über die Feiertage. Damit am Sonntag noch was reinpasst beim Geburtstagsbrunch im Abacus Tierparkhotel. 80 Jahre jung wird Heinz Werner. Nach wie vor ist die Trainerlegende des 1. FC Union eher im Unruhestand als im Rentnerdasein.

Gerade kehrte er von einer vierwöchigen Chinareise aus Guangzhou – vormals Kanton - zurück. Dort arbeitete er 1995 und 1996 schon als Trainer. „Ich habe jetzt 160 Trainer aus ganz China ausgebildet. Die Chinesen bauen Fußballschulen nach deutschem Vorbild auf“, so der gebürtige Altmärker.

„Das machte viel Spaß. Aber es hat auch geschlaucht. Ich bin froh wieder zu Hause zu sein“, meinte Werner, der erst drei Tage vor dem Heilig Abend wieder in Berlin ankam.

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Heinz Werner im Gespräch mit Sebastian Polter.

Foto:

imago/Matthias Koch

In Fusan, einem Vorort von Guangzhou, mit fünf Millionen Einwohnern, sprach Union Ex-Trainer (1976 bis 82) zudem vor Schülern einer privaten Fußballschule. „Von den Ausmaßen können wir uns nur schwer Vorstellungen machen. Allein an dieser Schule lernen 1000 Mädchen und Jungen“, so Werner. Auch wenn die Eltern pro Monat umgerechnet 40 Euro dafür zahlen müssen, um den Traum vom Profifußball Leben zu lassen. .Staatliche Schulen wären kostenlos“, so Werner. Insgesamt gibt es China über das ganze Land verteilte Sporteliteschulen mit meist 2000 Schülern. Vorwiegend für alle olympische Sportarten.

Viel Zeit, seinen 80. zu genießen, hat Werner nicht. Zunächst sind da die Unionfeierlichkeiten im Januar. Dann ruft ihn schon wieder Peking für weitere Vorträge. „Die Chinesen wollen möglichst schnell Weltmeister werden. Ich habe ihnen erklärt, dass sie das mit der augenblicklichen Generation nicht schaffen. Doch der nächsten Generation könnte bei qualifizierter Ausbildung das bis 2030 durchaus glücken“, so der Jubilar.