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Christopher Trimmel an Unioner: Kommt und helft der Austria!

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Unions Christopher Trimmel hofft, dass viele Fans zum Benefizspiel gegen Austria Salzburg kommen.

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imago/Matthias Koch

Berlin -

In Zeiten der Not hält man zusammen. Und weil der 1. FC Union und Austria Salzburg sich für die gleiche Sache – gegen den Kommerz – einsetzen, greifen die Eisernen dem insolventen österreichischen Zweitligisten un-ter die Arme. Mit einem Benefizspiel (Samstag, 17 Uhr) in der Alten Försterei, bei dem die kompletten Ticketeinnahmen an die Gäste gehen. Union-Ösi Christopher Trimmel ist über die Unterstützung seines Klubs begeistert.

„Es ist für eine gute Sache. Die Austria hat eine große Tradition und echt tolle Fans. Zwar ein paar Nummern kleiner als hier bei Union, aber ebenso positiv verrückt“, meint der 28-Jährige. In Österreich ist das Interesse an Austria Salzburg groß. Es ist der Klub, der 2005 von Fans neu gegründet wurde, weil im gleichen Jahr der ungeliebte Brausekonzern Red Bull den Stammverein Austria Salzburg übernommen hatte.

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Austria Salzburg ist ein Traditionsverein aus Österreich.

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imago/Roland Mühlanger

Die Austria ist das österreichische Symbol gegen den Kommerz. Ungefähr mit dem FC United of Manchester auf der Insel zu vergleichen. Der FCUM wurde 2005 von Manchester-United-Fans gegründet, weil sie gegen den neuen United-Boss Malcolm Glazer und dessen kommerzielle Pläne mit den Red Devils waren. Seitdem kämpfte sich der Klub von den untersten Ligen bis aktuell in die sechste Liga Englands. Die Austria sogar von der Landesliga in die zweithöchste Spielklasse ihres Landes. Aber anders als der FCUM kämpft der Salzburger Klub um seine Existenz. Insolvent ist der Verein schon. Austria steht auch bereits als erster Absteiger aus der zweiten Liga fest. Jetzt wird jeder Cent benötigt, um die Auflösung des Klubs zu verhindern.

Und bei diesem Kampf versuchen die Violett-Weißen alles. Trimmel: „Ähnlich wie bei Union sind da die Fans kreativ und auch der Klub selbst. Da gibt es auch unübliche Wege, um dem Verein zu helfen.“ Ein solcher unüblicher Weg ist zum Beispiel eine Aktion für das heutige Spiel. Die Austria versteigerte bei Ebay die Brust ihres Torwarts. Der Höchstbietende (1510 Euro) prangt mit einem Logo, Spruch seiner Wahl oder mit seinem Namen heute auf dem Trikot des Keepers. Eine tolle Aktion.
Genau wie dieses Benefizspiel des 1. FC Union. Trimmel: „Es wäre sehr schade, wenn die Austria es nicht schafft. Jeder Fußballer, jeder Fan, der sich leidenschaftlich für den Fußball interessiert, schätzt solche Vereine und weiß, wie wichtig sie sind. Deshalb hoffe ich, dass viele Zuschauer heute im Stadion sind und damit der Austria ein kleines Stück helfen.“

Bis Freitag wurden bereits 7500 Tickets für den Kick heute verkauft.