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Björn Jopek: Fast zum Helden geworden

Nimmt es auch mit zwei Gegnern auf: Björn Jopek kämpft gegen Matip (l.) und Caiuby

Nimmt es auch mit zwei Gegnern auf: Björn Jopek kämpft gegen Matip (l.) und Caiuby

Foto:

dapd

Berlin -

Wortlos schlich er um die Ecke. Nein, Björn Jopek wollte nichts sagen. Zu sehr nagte die Pleite in Ingolstadt an dem Youngster. Und es ging ihm an diesem Tag nicht um sich selber, sondern allein um seinen Klub.

Viel fehlte nicht und das Eigengewächs wäre dank seines Ausgleichstores der Held des Tages geworden. In seinem zweiten Pflichtspiel-Einsatz für die Köpenicker erzielte der 19-Jährige sein erstes Tor. Und damit hat er nach nicht mal 120 Minuten mit seinem Vater Bernd gleichgezogen, der zwischen 1984 bis 1990 als großes Talent bei den Köpenickern nicht wirklich den Durchbruch geschafft hatte.

Davon ist der Junior auch noch ein kleines Stück weit entfernt. So etwas dauert. Aber auch in Ingolstadt  war sein Auftritt erfrischend. Mutig stürmte er immer wieder nach vorn, wechselte oft die Seiten und versuchte Verwirrung zu stiften. Nicht immer erfolgreich. Und auch  die hohe Ballverlustquote trübte ein wenig das Gesamtbild.

Dennoch ist Jopek derzeit so etwas wie das Sinnbild von Union. Ein Team im Umbruch, bei dem nicht alles falsch läuft. Aber, das noch auf der Stelle tritt. „Das Schlimme ist, die können’s“. merkte Trainer Uwe Neuhaus an.  Es fehlt nur am Mut, es wieder richtig umzusetzen. Doch den besitzt Jopek zum Glück.