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Alles nur Kultur!: Klubboss Zingler trifft auf Star-DJ Westbam

Techno-DJ Westbam

Techno-DJ Westbam tauschte sich mit Dirk Zingler über Fußball und Kultur aus.

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dpa

Berlin -

Auf geht’s in Teil zwei der eisernen Feiertage. Nach dem Jubel-Jubiläumskick gegen Dortmund steht die große Sause in der Volksbühne am Freitag (29. Januar) auf dem Programm. Die Feuilleton-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung brachte aus diesem Anlass DJ Westbam (legt dort auf) und Union-Boss Dirk Zingler zu einem launigen Gespräch über Fußball und Kultur an einen Tisch.

Union-Boss Dirk Zingler

Union-Boss Dirk Zingler

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imago/Matthias Koch

Die Volksbühne ist für Zingler der ideale Ort, um seinen Weg der Öffnung weiter voranzutreiben. Das 1890 erbaute Haus stehe ebenso wie die Eisernen für den Ruf „unbequem“ zu sein, meinte Zingler. Für den Techno-DJ Westbam entspricht seine Musik auch dem Ideal von Fußball. Beides sei die Suche nach „Glaube, Liebe Hoffnung und Religion“. Der Wunsch nach Hingabe und Leidenschaft und halt totaler Identifikation.

Den Hinweis, dass Union wie eine Sekte agiere, nimmt Zingler gelassen grinsend zur Kenntnis. „Wenn wir Leute für uns gewinnen, wollen wir sie ganz.“ Damit sie in Zeiten der Not im Schulterschluss zusammenstehen würden. Sonst sei eine Gefahr der Verwässerung zu groß. „Wer zu Union gehen will, muss sich für eine Haltung entscheiden. Wer erfolgreichen Fußball will, geht zu den Bayern. Wer einen Verein mit Haltung will, geht zum 1. FC Union Berlin“, betonte Zingler.

Union habe eine politische Haltung, nimmt Flüchtlinge auf und teil Werte. „Wir sagen: Freunde, hier ist nicht nur Fußball. Wer zu uns kommt, muss wissen, auf was er sich einlässt“, so Zingler weiter.

Selbst den Vorwurf, dass Union vielen Problem-Fans eine Plattform bieten würde, kontert der 51-Jährige humorvoll: „Kann es sein, dass die Summe der Hafttage der Union-Fans niedriger ist als die der Führungskräfte mancher Vereine oder Fußballverbände?“