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Berliner-Kurier.de | 50 Jahre Union: 26. Mai 2001: Drittligist gewinnt fast das Pokalfinale gegen Schalke
29. December 2015
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50 Jahre Union: 26. Mai 2001: Drittligist gewinnt fast das Pokalfinale gegen Schalke

Austausch serie links

Steffen Menze und Co. hatten gegen Schalke Leidenschaft im Bein, aber kein
Pokalglück. Beim Pott hieß es – nur gucken, nicht anfasen.  

Berlin -

Es ist die Geschichte von David gegen Goliath. Eine Story von einer Berliner Mannschaft im Finale von Berlin. Die Geschichte von roten Perücken der Fans, die das Olympiastadion in ein rotes Meer verwandelten. Es ist die Story von Nina Hagen, die sich bei ihrer eigenen Union-Hymne verhaspelte. Es ist die Geschichte von einem, der ein Pokalheld werden wollte – Daniel „Tormaschine“ Teixeira – und der plötzlich im Endspiel auf der Bank saß. Es ist die Story vom Drittligisten 1. FC Union – und auch ein bisschen die vom Vize-Meister der Herzen, Schalke 04.

Es ist die Geschichte von Doppeltorschütze Jörg Böhme. Die von 73 011 friedlich feiernden rot-weißen und blau-weißen Fans nach einem 2:0 für den haushohen Favoriten, der nach den beiden Alutreffern von Harun Isa (23.) und Bozo Djurkovic (50.) wankte, aber nicht fiel Es ist die Erinnerung an den 26. Mai 2001, einen der schönsten Tage der jüngeren Vereinsgeschichte der Eisernen. Es ist das alles – Enthusiasmus, Leidenschaft, Kampf, Glückseligkeit. Ein einziges Fest, bei dem der unterlegene Amateurklub am Ende ein dickes Trostpflaster bekommt. Weil die Gelsenkirchener für die Champions League qualifiziert waren, durfte Union in den Uefa-Cup einziehen. DFB-Pokal-Finale 2001 – es wird niemals vergessen.