Wenn Kinder Fisch nur viereckig aus der Tiefkühltruhe kennen oder als sprechenden Nemo, dann wird es höchste Zeit für einen Besuch im Aquarium des Berliner Zoos. Langweilig wird es auf keinen Fall zwischen all den Riesenechsen und furchterregenden Haien. Und erst der Zitteraal! Der kann bis zu 800 Volt starke Stromstöße erzeugen. So viel Spannung bietet kein Computerspiel. Nase zuhalten, wir tauchen ab. Auf geht’s!
Das Aquarium in der Budapester Straße erstreckt sich über drei Etagen. Das sollten Eltern, vor allem von kleinen Kindern, vorab gut planen (Eintritt für Erwachsene 13 Euro, Kinder bis 15 Jahre 6,50 Euro). Jacken und Taschen muss man zur Besichtigung mitschleppen, denn im Sommer ist die Gepäckaufbewahrung geschlossen.
Im Erdgeschoss befindet sich das Reich der Fische und Meerestiere, wie Quallen, Korallen (ja, auch die leben und bewegen sich) und allerlei Schneckengetier. Wirklich atemberaubend sind die riesigen Schaubecken, in denen bis zu 2,50 Meter lange Fische in Augenhöhe vorbeiziehen. Das vermittelt ein Gefühl, wie es sonst nur Taucher erleben. Wir sind am Vormittag unterwegs, was wirklich schade ist. Denn am Montag und Donnerstag werden die Fische vor den Augen der Besucher gefüttert (13.30 Uhr, 14 Uhr, 14.30 Uhr).
„Wie heißt der, warum ist der Fisch ganz weiß und frisst er gleich die kleine Schildkröte?“ Nicht zu allen Tieren vermitteln die Schautafeln Erklärungen. Häufig stehen nur Namen und Herkunft dran. Eltern werden deshalb ziemlich gefordert, passende Antworten zu finden. Bei den Quallen hilft eine Schautafel weiter. So erfahren wir, dass die Schleimviecher etwa so anstrengend wie eine Filmdiva sind. Sie brauchen verschiedene Strömungen, damit sie perfekt vor den Zuschauern dahinschweben. Gefüttert werden sie von ihren Pflegern mit Pinzetten, damit das klare Wasser nicht verschmutzt.
Eine Etage höher leben Echsen, Schildkröten und Krokodile. Etwas ganz Besonderes stellt die Brücke in der historischen Krokodilhalle dar. Wer hier steht, befindet sich im ersten begehbaren Tiergehege der Welt, worauf der Zoo zu Recht stolz hinweist. 1913 wurde es einst eingeweiht. Staunend erfahren die Besucher weiter, dass Brückenechsen älter als Dinosaurier sind. Als Rasse versteht sich.
Es wird Zeit für einen kleinen Zwischenstopp. Dafür bietet sich die Cafeteria im 1. Obergeschoss an. Die Einrichtung wirkt durch das dunkle Holz und die kahlen Tische etwas in die Jahre gekommen, so richtig gemütlich ist es hier nicht, eher zweckmäßig (Tasse Kaffee 2,50 Euro, Brezel 1,60 Euro, Donut und Muffins 1,90 Euro). Die frisch gebackenen Waffeln schmecken (ab 2,50 Euro). Vor dem Eingang steht ein Eisautomat.
Wer die letzten Stufen im alten Aquarium-Gebäude emporsteigt und noch nicht völlig platt ist, betritt die Welt der wahrhaft großen Meister in punkto Tarnung und Täuschung. Ganz nach dem Motto „Ich sehe was, was du nicht siehst!“ blickt man in grünes Urwaldgestrüpp, in dem man erst nach mehreren Fehlversuchen ein Blatt als echtes Tier entdeckt.
Menschen mit Spinnenphobie sollten sich nicht erschöpft auf die Wartebank vor dem emsig in Röhren entlanghastenden Ameisenvolk sinken lassen. Die Aktion könnte mit einem entsetzten Aufschrei enden: Unter den harmlos aussehenden Glassitzen krabbeln schwarze behaarte Kraushaar-, Orangebein- und Schwarze Vogelspinnen! „Echt lecker“, finden holländische Besucher. Zum Glück sind die possierlichen Tierchen ausbruchsicher eingesperrt.
Längst wollen wir uns auf den Heimweg machen, doch das Beste haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Ein Streichelbecken. Ja, Sie haben richtig gelesen. Hier kann man Goldfische hinter ihren Flossen kraulen. So weit die Idee des Zoos. Schade nur, dass die Bewohner nicht so drauf stehen. Sie flutschen unter unseren Händen weg. Spaß hatten wir trotzdem.
Anfahrt und Öffnungszeiten finden Sie hier!

Erst chillen mit Strandblick, dann ein leckeres Abendessen und danach Party bis zum Morgengrauen: In einem Beach-Club kann man den ganzen Tag schön direkt am Meer verbringen. Wir zeigen die zehn coolsten Beach-Clubs an Europas Küsten. Mehr...

Längere Ferien braucht das Land! Der Deutsche Tourismusverband fordert längere Schulferien im Sommer. Außerdem sprechen sich die Experten für einen der Zeitkorridor von Ende Juni bis Mitte September aus. Mehr...

Es gibt Urlauber, denen sind selbst Shorts und Bikini am Strand noch zu viel. Diese Nackedeis sind am besten in der FKK-Zone aufgehoben. Doch Vorsicht: Neueinsteiger sollten sich vor dem Nacktbaden gut informieren. Mehr...
