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Mietkürzung bei Kälte?: Bibber-Alarm in der Wohnung


Liefert die Zentralheizung nicht genügend Wärme, kann die Miete gemindert werden.
Liefert die Zentralheizung nicht genügend Wärme, kann die Miete gemindert werden.
Berlin –  

Die Energiekosten steigen und einige Vermieter drosseln darum die zentrale Heizungsanlage so, dass immer mehr Mieter frieren. Der Deutsche Mieterbund rät in diesem Fall, die Miete zu senken.

„Wird die Mindesttemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius im Winter nicht erreicht, liegt ein Wohnungsmangel vor“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. „Der Vermieter ist verpflichtet, diesen Mangel abzustellen. Solange dies nicht geschehen ist, kann der Mieter die Miete mindern.“

Laut des Experten kann man die Miete um 20 Prozent senken, wenn es in der Wohnung nur noch maximal 18 Grad Celsius warm ist. Bei einem völligen Heizungsausfall und Minusgraden im Winter muss man gar keine Miete zahlen.

Bleibt es in der Wohnung auf Dauer kalt und drohen Gesundheitsschäden, ist der Mieter auch berechtigt, das Mietverhältnis fristlos zu kündigen.

Generell gilt: Während der Heizperiode (in der Regel vom 1. Oktober bis 30. April) muss der Vermieter die zentrale Heizungsanlage so einstellen, dass eine Mindesttemperatur in der Wohnung zwischen 20 und 22 Grad Celsius erreicht werden kann.

„Allerdings muss der Vermieter nicht rund um die Uhr diese Mindesttemperaturen garantieren“, sagt Ropertz. „Nachts zwischen 23 bzw. 24 und 6 Uhr morgens reichen nach der Nachtabsenkung auch 18 Grad Celsius aus.“

Gut zu wissen: Mietvertragsklauseln, nach denen zum Beispiel eine Temperatur von 18 Grad Celsius zwischen 8 und 21 Uhr ausreichen soll, sind unwirksam.

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