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Freitag, 25. Mai 2012

Kaputt repariert: In den Fängen der Reparatur-Mafia

Von Susanne Dübber


Foto: Fotolia (Symboldbild)
Berlin –  

Sechs Jahre lang tat der Waschtrockner brav seine Arbeit. Bis das Gerät bockte. Doch so richtig kaputt machte ihn erst die Reparatur-Mafia. Jetzt ist der Waschtrockner sogar ganz futsch – die Handwerker verschwanden damit spurlos!

Der zweifache Vater Lutz Müller (48): „Den Reparaturdienst fand ich im Internet. Der diagnostizierte ,Heizspirale kaputt“, 280 Euro wurden dafür veranschlagt.“ 317 Euro kostete die Reparatur dann, aber: „Nach drei Wäschen trat wieder eine Fehlermeldung auf!“ Also kamen wie die Monteure zum Zuge. Doch es half nichts: „Beim nächsten Trockengang gab das Gerät mächtig Schleifgeräusche von sich.“

Das Gerät wurde erneut abgeholt. Allmählich waren die Müllers genervt. Lutz Müller, selbst Techniker: „Da der Monteur für eine erneute Reparatur noch mehr Geld haben wollte, ließen wir die Maschine zurück nach Hause liefern.“ Dort eingetroffen, hatte Familie Müllers Maschine noch mehr Schäden. „Die rechte Außenwand war zerbeult, die linke ebenso, an den Wänden fehlten die Schraubenabdeckungen, die Klappe der Flusenspülung schloss nicht richtig, der Trommelring löste sich auf, der gesamte obere Deckel war schief angebracht. Im Innenraum war der Lüfter mit Kabelstrapse, Silikon und Abdichtmasse versehen, auch der Lüfterkanal wurde mit Abdichtmasse nicht fachgerecht versiegelt.“

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Entsetzen und noch mal der Anruf in der Werkstatt, weiter Nervenkrieg. „Die bedrohten uns wild, beschuldigten uns aggressiv, das Gerät selbst zerstört zu haben, holten es wieder ab.“ Seitdem haben Müllers nichts mehr gehört und fühlen sich betrogen. „Jetzt haben wir keinen Waschtrockner mehr, viel Geld ausgegeben und Riesenärger!“

Haben Sie auch Erfahrungen mit unzuverlässigen oder betrügerischen Handwerker-Firmen? Dann schreiben Sie an: susanne.duebber@berliner-kurier.de

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