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Schnell handeln: Wie schütze ich meinen Hund vor Giftködern?

Tierärzte kämpfen um das Leben von Hund Socke (6). Der vergiftete Labrador-Schäferhund-Mix stirbt, kurz nachdem der Fotograf auf den Auslöser drückte.

Tierärzte kämpfen um das Leben von Hund Socke (6). Der vergiftete Labrador-Schäferhund-Mix stirbt, kurz nachdem der Fotograf auf den Auslöser drückte.

Foto:

Tierrettung Potsdam

Berlin -

Hundehasser legen tödliche Giftköder in Parks und Grünanlagen aus. Der neueste Fall kostete Mischling Socke († 6) das Leben. In Berlin warnen besorgte Tierschützer derzeit vor Fallen, etwa am Schloss Schönhausen in Pankow. Der KURIER sagt, wie Sie die Köder erkennen und Ihren Hund schützen.

Die Köder: Meist sind es Würste, Fleischstücke oder belegte Brote, die mit Giftstoffen versetzt sind. Sie werden von freilaufenden Hunden gefressen, oft ohne dass Herrchen es merkt. Das lässt sich nur sicher verhindern, wenn der Vierbeiner im Park angeleint bleibt.

Das Gift: Im Fall von Socke (KURIER berichtete) war der Köder, wie so oft, mit Ratten-Gift versetzt. Es wirkt schleichend, macht die Adern und Organe stark blutdurchlässig – das Tier verblutet nach innen.

Die Symptome: Beschwerden treten oft erst nach einigen Stunden auf. Dazu gehören Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Zuckungen. Der Hund muss schnell zum Tierarzt, braucht Vitamin K als Gegenmittel.

Erste Hilfe: Kein Erbrechen provozieren und keine Maul-Schlinge anlegen! Ohnmächtige Tiere in stabile Seitenlage bringen. Hundehalter sollten den Arzt vorm Besuch anrufen (Hat er geöffnet?). Am besten Köderprobe einpacken. MOW

Hier werden Gefahrenstellen veröffentlicht: www.giftkoeder-radar.com.