Wer wenig isst, nimmt ab und bleibt schlank - das stimmt nicht! Im Gegenteil: Diäten bringen den Körper durcheinander und der Verzicht ist oft sinnlos. Lesen Sie hier, wie man mehr isst und trotzdem nicht zunimmt.
Diäten können dem Körper gehörig zu schaffen machen. Bereits drei bis vier Wochen Diäthalten können den Grundumsatz für rund zwölf Monate aus dem Takt bringen, warnt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. „Wenn nach einer Diät wieder normal gegessen wird, setzt deshalb der berüchtigte Jojo-Effekt ein.“
Durch den Hype um Diäten hätten viele Frauen heutzutage ihren Kalorienverbrauch erschreckend weit heruntergefahren. Er liege bei einer diäthaltenden Frau oftmals unter 1000 Kilokalorien (kcal). „Zwei Käsebrötchen am Tag – damit ist der Bedarf an Energie bei diesen Frauen schon fast gedeckt.“
Der Kalorienverbrauch setzt sich aus Grund- und Leistungsumsatz zusammen. Der Grundumsatz hält alle lebenswichtigen Funktionen des Körpers aufrecht. Denn selbst beim Liegen brauchen Herz, Lunge oder das Gehirn Nährstoffe, um arbeiten zu können. Als Leistungsumsatz werden Kalorien bezeichnet, die durch Sport oder körperliche Arbeit verbrannt werden. „Der größte Feind des Grundumsatzes ist die Diät“, sagt Froböse.
Denn der Körper sei darauf eingestellt, möglichst viele Funktionen aufrechtzuerhalten. Das Fasten signalisiere dem Körper einen Notstand. Er fahre seinen Grundumsatz herunter und laufe auf Sparflamme. Der durchschnittliche Grundumsatz einer Frau liegt bei 1200 bis 1500 Kilokalorien (kcal) pro Tag. Männer kommen auf 1800 kcal. Eine Stunde Joggen im mittleren Tempo verbrennt etwa 650 kcal – zum Vergleich: Eine Pizza Salami hat rund 750 kcal.
Wer seinen Grundumsatz mit Diäten aus dem Takt gebracht hat, braucht viel Geduld. Doch Froböse zufolge lässt sich der Grundumsatz wieder aufbauen. Nach zwölf Monaten liege er ungefähr auf Normalmaß.
Wir zeigen acht Schritte, wie der Jojo-Effekt nach der Diät verhindert werden kann – oben in der Bildergalerie.

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