Das Licht im Flur, die Lampe auf dem Nachttisch, die Deckenleuchte – sie alle sollte man in der Nacht besser ausschalten. Denn laut einer US-Studie begünstigt Licht in der Nacht eine Depression.
Licht in der Nacht begünstigt Depressionen. Die gute Nachricht: Der Effekt ist umkehrbar. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher nach einer Studie mit Hamstern. Diese mussten vier Wochen lang bei achtstündigem Dämmerlicht schlafen. Daraufhin zeigten sie depressionsähnliche Symptome, berichten die Wissenschaftler im Journal „Molecular Psychiatry“. Durften die Hamster wieder in völliger Dunkelheit schlummern, kehrte ihre Lebensfreude zurück.
Die Forscher um Randy Nelson von der Ohio State University in Columbus hatten weibliche Sibirische Hamster verwendet, denen die Eierstöcke entfernt wurden, um hormonelle Einflüsse auszuschließen. Die Hälfte der Tiere wurde acht Wochen lang in einem üblichen Tag-Nacht-Rhythmus von 16 Stunden bei 150 Lux Licht und 8 Stunden Dunkelheit gehalten.
Die zweite Gruppe lebte in den ersten vier Wochen bei 16 Stunden hellem (150 Lux) und 8 Stunden Dämmerlicht von 5 Lux - das entspricht etwa dem Licht, das ein Fernseher in einem dunklen Raum abgibt. Danach schliefen die Tiere wieder eine, zwei oder vier Wochen lang im Dunklen. Anschließend testeten die Forscher die Hamster auf depressionsähnliche Symptome.
Mehr zu Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten einer Depression lesen Sie in der Bilderstrecke.
1. Was genau ist eine Depression?
Jedenfalls nicht „das Traurigsein, das Bedrücktsein, das wir aus dem Alltag kennen“, sagt Prof. Ulrich Hegerl. Und auch nicht die Melancholie oder Herbstdepression. Der Mediziner von der Universität Leipzig beschreibt die Krankheit vielmehr als „hässlichen, kalten Zustand“, verbunden mit dem Gefühl, dass „die Luft raus“ ist. Dazu zeigt er das Bild eines aufblasbaren Plastikkrokodils, das schlaff am Boden liegt.
Foto: dpa
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