Der Schnauzbart ist sein Markenzeichen, mit Hawaiihemd und geliehenem Ferrari jagte er als Privatdetektiv „Magnum“ die Ganoven: Tom Selleck (67). Immer dienstags (20.15 Uhr) läuft seine neue TV-Serie „Blue Bloods“ auf Kabel1. Tom über „Magnum“, Ehe und seine Tochter.
Eins vorweg: Wie stehen die Chancen auf eine „Magnum“-Fortsetzung?
Nicht besonders gut. Erstens kann ich mein altes Hawaii-Hemd nicht mehr anziehen …
Weil es nicht mehr passt?
Witzig! Nein, weil ich es dem Nationalmuseum in Washington vermacht habe. Und zweitens werden bei Neuauflagen erfahrungsgemäß pubertierende 17-Jährige verpflichtet, für die Originale bleiben meist nur dümmliche Gastauftritte. Und für blöde Pseudo-Parts werde ich mich nie hergeben.
Auch nicht für Millionen-Gagen?
Ich bin dafür bekannt, dass ich jeden Moment meine Meinung ändern kann (lacht). Aber im Ernst: Ich bin stolz darauf, dass ich „Magnum“ zur Ikone gemacht habe, und ich möchte sein Vermächtnis nicht beschädigen.
Im Moment haben Sie ja sowieso gut zu tun. In „Blue Bloods“ sind Sie ganz schön grau. Färben Sie sich im wahren Leben die Haare?
Umgekehrt. Ich habe das Glück, noch meine Naturfarbe zu haben. Als Polizeichef muss ich eine gewisse Würde ausstrahlen, darum bin ich vor der Kamera ergraut.
Auch der Schnurrbart!
Sonst hätte ich ihn mir abrasieren müssen. Und da ist meine Frau strikt dagegen. Wenn ich das tue, verlässt sie mich!
Sind Sie eigentlich reich?
Alle glauben, dass ich reich bin. Sagen wir es einmal so: Ich bin finanziell ziemlich erfolgreich gewesen.
Wovon Ihre 30 Hektar große Ranch vor den Toren von Los Angeles zeugt.
Die habe ich mir nach dem „Magnum“-Ende gekauft, damit meine Tochter nicht in diesem verrückten Hollywood aufwachsen musste.
Eine Ranch, das klingt nach Cowboy-Romantik…
Von wegen! Wir haben zwar auch ein paar Pferde, aber es ist eine Avocado-Farm.
Mögen Sie Avocados?
Mir wird schlecht davon! Ich esse sie nicht, ich verkaufe sie.
Wie geht das mit „Blue Bloods“? Die Serie spielt in New York.
Die Dreharbeiten sind so angelegt, dass ich jeden Monat zwei Wochen zu Hause sein kann. Ich habe immer auf ein geregeltes Familienleben Wert gelegt. Mindestens eine Mahlzeit soll gemeinsam eingenommen werden.
Ist Ihre Frau in New York immer dabei?
Nein. Ich logiere im Hotel. Jillian bleibt zu Hause mit unserer Tochter Hannah. Die ist mit dem College fertig und wohnt wieder bei uns.
Zieht es Hannah auch zum Film?
Nein, mit der Schauspielerei hat sie nichts am Hut. Ihre Leidenschaft ist Springreiten.
Eine teure Leidenschaft.
Vor allem, wenn man so erfolgreich ist wie sie. Sie reitet in Grand-Prix-Turnieren und bei den Olympischen Spielen. Die Pferde dafür sind sehr teuer – wir reden hier von siebenstelligen Summen.

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