Trauer um Jon Lord: Das Gründungsmitglied der Kult-Band Deep Purple ist tot. Der Musiker starb am Montag im Alter von 71 Jahren. Das wird auf seiner Homepage bestätigt.
Der Brite erlitt demnach am Montag eine tödliche Lungenembolie. Der Musiker habe zudem seit längerem an Bauchspeicheldrüsenkrebs gelitten. Lord sei im Beisein seiner Familie verstorben, hieß es.
Lord war als Mitglied von Deep Purple an einigen der bekanntesten Songs der Rockgruppe beteiligt, darunter „Smoke on the Water“. Nach seinem Ausscheiden aus der Band 2002 war Lord erfolgreich als Solokünstler unterwegs.
Erst vor wenigen Wochen hatte Lord einen geplanten Auftritt in Deutschland abgesagt. Auf seiner Webseite hieß es damals, dass es „keinen Anlass zur Sorge“ gebe. Im vergangenen Jahr hatte Lord seinen Fans mitgeteilt, dass er an Krebs leide und sich eine Auszeit von seinen Auftritten nehmen werde, um sich einer Behandlung zu unterziehen.
Auch Bill Cosby hat es schon erwischt: Die Komiker-Legende wurde via Twitter schon zweimal für tot erklärt. Fehlalarm! Auch wenn es mittlerweile etwas ruhiger um den 74-Jährigen geworden ist, Cosby erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit. Zu seinem vermeintlichen Ableben twitterte der Entertainer: „Und wieder widerlege ich die Gerüchte über mein Ableben. Aber ich bestätige - ich habe eine App“.
Foto: dpa„Ich werde natürlich weiterhin Musik schreiben“, schrieb Lord im August 2011. „In meiner Welt muss das einfach Teil der Therapie sein und ich gehe fest davon aus, dass ich nächstes Jahr wieder in guter Form bin.“
Von der klassischen Musik zum Rock 'n' Roll
Seine musikalischen Anfänge feierte Lord am Klavier. Von der klassischen Musik wechselte er später zum Rock 'n' Roll. Nach seinem Umzug nach London, um dort eine Schauspielschule zu besuchen, trat er 1964 der Bluesband Artwoods bei. Später tourte er mit den Flowerpot Men, die vor allem für ihren Song „Let's Go To San Francisco“ bekannt sind.
1968 wurde Lord Mitglied von Deep Purple. Die britische Rockband verkaufte bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1976 mehr als 100 Millionen Alben. Lord schloss sich später der britischen Hard-Rock-Band Whitesnake an, ehe er wieder zu Deep Purple wechselte, die sich 1984 neu gründeten.

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