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Brandanschlag auf sein Haus: Bundeswehr-Hasser erklären Til Schweiger den Krieg


Der Mini Cooper von Til Schweigers Freundin Svenja Holtmann steht ausgebrannt am Straßenrand.
Der Mini Cooper von Til Schweigers Freundin Svenja Holtmann steht ausgebrannt am Straßenrand.
Foto: Rüdiger Gaertner
Hamburg –  

Das Auto seiner Freundin Svenja Holtmann (26) ging in Flammen auf. Zu dem Anschlag bekannte sich eine Gruppe namens „Die Tatortverunreiniger“.

Von vorn: Gegen 3 Uhr hatte ein Passant den brennenden Mini Cooper bemerkt und die Polizei gerufen. An der Villa entdeckten die Beamten sechs weiße Farbkleckse.

Til Schweiger und seine Freundin Svenja Holtmann
Til Schweiger und seine Freundin Svenja Holtmann
Foto: dpa

Am Morgen bestätigte die Polizei den Vorfall: „In der Nacht zu Montag hat es einen Farbanschlag auf ein Einfamilienhaus gegeben. Ein vor dem Haus geparktes Auto wurde in Brand gesetzt“, sagt Polizeisprecherin Sandra Levgrün.

Die Altbau-Villa war zum Zeitpunkt der Tat unbewohnt. Schweiger und Holtmann sind derzeit im Urlaub. Das Landeskriminalamt führt die Ermittlungen.

Die Bekenner-Mail der „Tatortverunreiniger_innen“, die am Montag bei der „Hamburger Morgenpost“ einging, beginnt mit dem Satz: „Til Schweiger, you're not welcome!“

Zwei Wochen nach der Ausstrahlung des ersten Schweiger-Tatorts habe man das Anwesen des 49-Jährigen „mit krimineller Energie heimgesucht“, heißt es.

In dem Brief werfen die Täter dem Schauspieler vor, er würde mit seinen öffentlichen Äußerungen und seinem Film „Schutzengel“ den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan verherrlichen: „Deutsche Kriegseinsätze mit allen ihren Folgen sollen als normal und gerecht empfunden und akzeptiert werden“.

Die „Opfer der deutschen Truppen“ fänden in den Produktionen des Schauspielers keiner Erwähnung. Am Ende des Schreibens drohen die „Tatortverunreiniger“: „Krieg beginnt hier, hier wird er legitimiert und hier wird er auch in Zukunft angegriffen.“ Absurd: Die Gruppe ruft zum „Antimilitarismus“ auf – und greift selbst zum Mittel der Gewalt.

Schweiger wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern.

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