Schauspieler Til Schweiger posiert bei der Wiedereröffnung des Boulevard der Stars an seinem Stern.
Der Boulevard der Stars in Berlin versteht sich als Pendant zum Hollywood „Walk of Fame“. Am Montag wurde die Deutsche Prachtstraße mit 21 neuen Sternen feierlich wiedereröffnet.
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit schnitt feierlich das Goldene Band durch. Viele Prominente waren gekommen, um persönlich mit ihrem Stern zu posieren. Der Boulevard würdigt nun 21 weitere Größen des deutschen Films. Wowereit sagte, die Auswahl falle ihm schwer. Aber sein Lieblingsstern sei der von Marlene Dietrich.
Eigens aus London angereist war die 101 Jahre alte Schauspielerin Luise Rainer, die zwei Mal den Oscar gewonnen hat. Auch Til Schweiger war bei dem Fest dabei. Insgesamt glänzen nun 61 Stars auf dem frisch sanierten roten Boulevard. Dieser war in die Kritik geraten, weil die Messingsterne zerkratzt und der Boulevard verschmutzt waren.
Die Ehrung der jüdischen Schauspielerin Luise Rainer hatte im Vorfeld für Aufregung gesorgt. Denn obwohl der Boulevard ausdrücklich auch jenen Künstlern gewidmet ist, die von den Nazis vertrieben wurden, wurde Rainer erst nach Protesten von Fans der Stern anerkannt. Der erste Stern des deutschen „Walk of Fame“ war Marlene Dietrich gewidmet, die während des zweiten Weltkrieges für amerikanische Soldaten bei der Truppenbetreuung auftrat.

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