Rekordquoten von bis zu 12 Millionen Zuschauern pro Folge, Lobeshymnen der Kritiker. Alle lieben den Münster-„Tatort“ mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers alias „Thiel“ und „Boerne“.
Fast alle. Ausgerechnet ein Münsteraner Germanistik-Professor holt zur großen Abrechnung mit den Krimi-Lieblingen aus. Andreas Blödorn hat sich angeblich eingehend mit dem „Tatort“ beschäftigt.
Und kommt zu einem vernichtenden Urteil: „Münsterland ist Monsterland. Ich habe Perversionen der verschärften Art beobachtet.“
Haben wir dieselben Filme gesehen? Bei Thiel und Boerne geht’s doch immer lustig zu... Doch gerade das stört den konservativen Herrn aus dem Elfenbeinturm: Die Filme überzeichneten andere Tatort-Folgen. „Selbst die Leichen sind nicht normal.“
Die Drehbücher seien „durch groteske Merkmale wie Übertreibung und Überfluss“ gekennzeichnet. Etwa, wenn eine Leichenhand aus dem Sumpf ragt („Der dunkle Fleck“).
„Durch eine Überblendung mit der Altstadt wird Münster mit einem Sumpf des Verbrechens gleichgesetzt.“ Wir finden: Akuter Humorlosigkeits-Anfall!

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