Montag, 20. Februar 2012
Horror-Sturz

Warum fiel Thoran (2) aus dem 5. Stock?

Von Philippe Debionne, Claudia Keikus und Klaus Oberst

Verena Gallwitz und ihre Freundin Yvonne fanden den verunglückten Thoran im Gebüsch
Verena Gallwitz und ihre Freundin Yvonne fanden den verunglückten Thoran im Gebüsch
Foto: Klaus Oberst
Marzahn –  

Für seinen Schutzengel war es ein harter Job. Aber er hat ihn gut gemeistert. Thoran (2) fiel aus dem 5. Stock. Ein Sturz von über zwölf Metern. Aber der Junge lebt! Ein Wunder. Ein Gebüsch vor dem Haus hat seinen Fall sanft abgefedert.

Die Schrammen im Gesicht sind die wenigen äußerlichen Spuren, die der schreckliche Sturz bei Thoran hinterlassen hat. Trotzdem liegt der niedliche Steppke auf der Intensivstation des Klinikums Buch, seine Mutter Daniela J. (30, zwei Söhne) wachte die gesamte Nacht und den gestrigen Tag an der Seite ihres jüngsten.

Sicher hat sie sich Vorwürfe gemacht, wie jede Mutter es tun würde. Daniela J. war nicht da, als Thoran aus dem Fenster fiel. Sie hat ihn zu einem Bekannten in den Belziger Ring gebracht, wollte Sonntagnachmittag eine Freundin besuchen.

Am frühen Abend war das Unglück passiert (KURIER berichtete). „Unsere Kinder haben gesehen, wie der Junge auf dem Fensterbrett lief“, sagen Yvonne Orlowski (27) und ihre Freundin Verena Gallwitz (34). Sie waren auf dem Spielplatz vorm Haus. Vermutlich war es das Lachen der Kinder, das Thoran so neugierig gemacht hatte, dass er hinaus kletterte

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Die Kinder sahen ihn auch fallen, alarmierten per Handy ihre Mütter. Yvonne und Verena waren es, die den Jungen wenig später in einem Gebüsch fanden und den Rettungswagen holten: „Der Kleine hat wie am Spieß gebrüllt. Immer wieder schrie er Aua.“ Dann sahen die Frauen. wie oben im fünften Stock das Fenster geschlossen wurde. Yvonne Orlowski: „Es kam aber keiner runter, das hat uns gewundert.“

Während Thoran mit Blaulicht ins Klinikum gebracht wurde, erfuhr Mutti Daniela J. was geschehen war und erlitt einen Schock. Nach kurzer Behandlung in einer Klinik, eilte sie noch in der Nacht an das Krankenbett ihres Jungen.

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