Er hat eine Frau beinahe in den Tod getrampelt. Ein eiskalter Mordversuch. Die Polizei hat den brutalen Treter vom S-Bahnhof Alexanderplatz geschnappt – durch reinen Zufall. Der 23-Jährige war in Köln bei Rot über eine Ampel gegangen, wurde kontrolliert und sofort festgenommen. Meikel K. saß schon einmal im Knast.
Dr. Gehirnschaden nennt er sich im Internet. Meikel K. ist ein Gewalt-Rapper, hetzt in seinen Songs gegen Polizisten: „Ich muss sie alle jagen, schlitze ihre Körper auf.“ Er droht ihnen sogar mit dem Tod: „Bulle du wirst sterben, dafür werd’ ich sorgen.“ Brutal und voller Hass. So wird auch klar, warum dieser Gangster am S-Bahnhof Alexanderplatz wie ein Berserker über Monika N. (35) hergefallen war (KURIER berichtete). Er hatte die Spandauerin am Morgen des 23. Mai erst mit einem Schlag zu Boden gebracht, um dann wie von Sinnen auf sie einzutreten.
Ihr Bruder Meikel K. (23) hat fast eine Frau getötet. Seine Schwester Mareike sagt: Der wird sich nie ändern.
Foto: OberstMeikel K. sprang und trampelte auf ihrem Körper und Kopf herum, bis ein Passant auf ihn zulief. Dann schnappte er sich ihre Zigaretten, Schlüssel und das Handy und verschwand. Monika K. kam in eine Klinik, ihr zerschlagener Kiefer musste mehrfach operiert werden. Ihre Wunden sind bis heute noch nicht komplett geheilt.
Die Polizei suchte den Schläger mit Bildern aus der Überwachungskamera, hatte den markanten Hellersdorfer (hat eine türkische Mutter) nach wenigen Tagen identifiziert. Denn Meikel K. ist vorbestraft. Er saß nach eigenen Angaben in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg, knapp 80 Kilometer von Köln entfernt. Doch Meikel K. hatte sich schon aus dem Staub gemacht – direkt in die Rhein-Metropole.
4.35 Uhr im S-Bahnhof Alex: Der Täter schlägt auf Monika N. ein. Dann setzt er immer wieder zu Fußtritten an. Ein Passant im schwarzen Hemd greift ein.
Foto: Polizei„Köln steht bei Rot“ heißt dort eine Aktion, die die Ordnungshüter ernst nehmen. „Bis nach Berlin war das natürlich nicht durchgedrungen“, sagt ein Ermittler. Meikel K. war ahnungslos in die Ampel-Falle getappt, als er Montag vorm Einkaufszentrum in Köln-Weiden einfach loslief. Als Polizisten seine Personalien kontrollierten, schrillte der Alarm.
Meikel K. wird in den nächsten Tagen zurück nach Berlin gebracht, wo er sich wegen versuchten Mordes an Monika N. verantworten muss.

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