Der U-Bahn-Stecher mit den blöden Sprüchen zuckte zusammen: Timothy L. (20) muss für drei Jahre in Haft. Außerdem soll er insgesamt 7300 Euro Schmerzensgeld an beide Opfer zahlen.
Er pöbelte am 15. Juli 2011 am U-Bahnhof Zoo rum. Es ging, wie so oft, um Mädchen. Eine miese Anmache. L. ließ sich über die Röcke aus. Ein Begleiter der Frauen wies ihn zurecht. L. motzte: „Halt die Klappe!“ Der Richter: „Er provozierte und verlangte einen Mann-gegen-Mann-Kampf.“
Mario G. (20) und Paul A. (21, Namen geändert) ließen sich auf ein Wortgefecht ein, wollten aber keine Gewalt. Sie kannten den bulligen Kerl nicht. L. ließ nicht locker. Es kam zur Rangelei. Der Richter: „Schwingerartig holte L. aus.“
Paul A. wurde schwer an der Lunge verletzt, sein Freund G. am Arm. Beide fahren bis heute nicht mehr mit der U-Bahn. Der Richter zu L.: „Messer machen Mörder. Es hängt vom Glück ab, ob jemand verletzt oder tödlich getroffen wird.“
Der Messer-Stecher hatte sich entschuldigt, wollte aber Freispruch. Er faselte was von „Notwehr“. Der Richter aber: „L. zog ohne Vorwarnung, unbemerkt ein Messer.“ KE
Zwei junge Männer haben in der Nacht zum Mittwoch in einer S-Bahn Reisende fremdenfeindlich beleidigt und auf einem S-Bahnhof randaliert. Die Polizei nahm die beiden 27 und 30 Jahre alten Männer fest. In einem Streit mit einer Gruppe Punker sollen sie Flaschen geworfen haben. Die beiden Männer müssen sich nun wegen Volksverhetzung und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, sind die Männer aus dem Landkreis Barnim den Beamten bereits wegen mehrerer Delikte bekannt.
Die Randalierer waren zunächst in der S-Bahn-Linie 1 unterwegs, bevor sie auf dem Bahnhof Humboldthain mit einer Gruppe Punker zu streiten anfingen. Als Bahnmitarbeiter eingriffen, sollen die Männer mit Glasflaschen geworfen haben. Eine Flasche traf einen Bahnmitarbeiter am Auge, er blieb jedoch unverletzt.

Eine U-Bahn hat im Berliner Bahnhof Stadtmitte einen Mann erfasst und am Kopf verletzt. Mehr...
