Riesen-Schlag gegen das Drogen-Milieu. 15 Stunden lang nahm die Polizei Dealer in ganz Berlin hops – mit einem raffiniertem Trick.
Montagmorgen, kurz nach 9 Uhr. In Sneakers, kurzen Hosen und lässigen T-Shirts schlendern junge Männer durch den Görlitzer Park. Um den Hals tragen sie teure Kameras mit großen Objektiven, fotografieren scheinbar wahllos in der Gegend herum. Touristen? Nein – Zivilpolizisten.
Und dann geht alles ganz schnell. Ein Kommando, der Zugriff der „Hobby-Knipser“ erfolgt. Blitzschnell klicken die Handschellen, selbst die schnellen Drogenhändler schaffen es nicht zu flüchten und werden geschnappt. 250 Beamte waren an der groß angelegten Razzia (ging bis Mitternacht) in Berlin dabei, neben dem Görlitzer Park schlugen sie auch in der Hasenheide, Reinickendorf und Wedding zu.
Am Dienstag will die Polizei die offiziellen Zahlen bekanntgeben. Im Görli zählten die KURIER-Reporter sieben Festgenommene und null Entkommene. Nur die Suche nach den Drogen gestaltete sich schwierig, drei Spürhunde mussten eingesetzt werden – aber die waren erfolgreich. In einem sogenannten Bunker (so nennt die Polizei die Drogenverstecke) fanden die Schnüffler mit der Super-Nase gleich 50 Tütchen voller Rauschmittel, zum Großteil Cannabis.
KROKODIL
„Krok“ ist ein Heroinersatz. Die Überlebenschance nach der ersten Spritze: 1 Jahr. Seine Schadstoffe (Phosphor, Blei...) führen zu schwersten Gefäß- und Gewebeschäden, lassen Finger und Zehen absterben, Organe versagen.
Foto: zVg
10. Benzodiazepine
Benzodiazepine sind sogenannte Psychopharmaka, sie wirken also im Gehirn auf das Befinden und die Stimmungslage und zählen deshalb zu den Beruhigungsmitteln. Problematisch ist ihr starkes Suchtpotenzial.

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