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Mittwoch, 26. September 2012

Feiges Attentat: Skandal-Enthüller brutal niedergeschlagen

Von MARCUS BÖTTCHER

Klaus Maurischat (56) wurde auf der Möckernbrücke verprügelt, schräg gegenüber von seinem Büro am Tempelhofer Ufer.
Klaus Maurischat (56) wurde auf der Möckernbrücke verprügelt, schräg gegenüber von seinem Büro am Tempelhofer Ufer.
Foto: Lebie
Kreuzberg –  

Klaus Maurischat fischt wie ein gefräßiger Hai im Ozean nach halbseidenen Finanzjongleuren und Wirtschaftskriminellen. Schnappt er Betrügerisches auf, veröffentlicht er die Recherchen auf seinem Internetportal GoMoPa.net. Klar, dass so einer Feinde hat – die jetzt offenbar Auftragsschläger anheuerten.

Dienstagmittag, kurz vor zwei. Mit einem Mitarbeiter will Maurischat – über seine Enthüllungen stolperte unter anderem Verbraucherschutzsenator Michael Braun – in sein Büro am Tempelhofer Ufer. Auf der Möckernbrücke passieren beide zwei Männer in schwarzen Klamotten, scheinbar arglos gucken die auf den Landwehrkanal. Plötzlich geht alles ganz schnell: Einer der beiden dreht sich um, krachend landet die rechte Faust im Gesicht des GoMoPa-Präsidenten. Der 125-Kilo-Koloss taumelt und fällt. „Das war ein Profi-Schläger. Diese Wucht. Diese Präzision. So einfach kann man mich nicht umhauen“, so Maurischat gegenüber dem KURIER.

Doch der Angriff ist noch nicht vorüber. Der Boxer tritt dem am Boden liegenden Geschäftsmann mit seinem Stiefel ins Gesicht und flüchtet, der zweite schwarz Gekleidete prügelt unterdes mit einem Quarzhandschuh auf Maurischat ein. Ein dritter Vermummter versetzt dem mittlerweile stark blutenden Überfall-Opfer einen gezielten Tritt gegen den Hals.

Maurischat: „Der wartete hinter einer Weide, bis seine beiden ,Freunde’ mit mir fertig waren. Er wirkte wie eine Absicherung. Das waren keine herkömmlichen Straßenschläger.“ Doch wer steckt hinter der feigen Attacke?

Fakt ist: Der streitbare Maurischat bringt betrügerische Unternehmer mit seinen Meldungen über deren dubiose Machenschaften um Millionenumsätze. „Solche Leute scheuen dann nicht, ein paar Tausend Euro in eine Schlägerbande zu investieren, um mich einzuschüchtern.“ Doch der gebürtige Niedersachse kennt keine Angst. Schon einen Tag nach der Attacke saß er mit gebrochener Nase, Gesichtsprellungen und blauen Flecken wieder im Büro.

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