Ja, wer hätte das gedacht? Der Knast macht wirklich die härtesten Männer weich. Ganz besonders trifft das auf den berühmt, berüchtigten Dieter Wurm (55) zu. Der notorische Bankräuber und Geiselgangster schiebt eine Heidenangst vor der Sicherungsverwahrung.
Für die Knast-Zeitung „der lichtblick“ ließ er sich probehalber dort einschließen. „Mit leichtem Grusel im Herzen“, wie er in der neusten Ausgabe schreibt. Im Haus V der JVA Tegel an der Seidelstraße sind 37 Sicherungsverwahrte derzeit untergebracht. Alles schwere Jungs – Kinderschänder, Mörder und unbelehrbare Gewohnheitstäter.
Bei einem Unfall auf der Autobahn 2 zwischen Wollin und Ziesar (Potsdam-Mittelmark) ist eine 37 Jahre alte Beifahrerin getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Fahrer des Wagens in der Nacht zum Pfingstmontag auf einen Lastwagen aufgefahren. Der 31 Jahre alte Unfallverursacher wurde dabei schwer verletzt. Warum er aufgefahren war, blieb zunächst unklar. Auch Angaben zu zwei weiteren Insassen des Autos und zur Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor. Die A2 in Richtung Hannover war teilweise gesperrt.
... im Blog von KURIER-Polizeireporterin Claudia Keikus
„Als ich oben ankomme, betrete ich einen Friedhof.“ So war das erste Bild des Mannes, der April 2003 Berlin nach einem Bankraub mit einer spektakulären Busentführung vier Stunden in Atem hielt (KURIER berichtete). „Ein in ein fahles Licht getauchter Knaststollen, gespenstische Ruhe und geschlossene Türen.“ Eine Stunde hat sein Besuch gedauert, der Eindruck ist bleibend: „Wieder auf meiner Zelle kommt die Angst in mir hoch, auch eines Tages in dieser toten Welt zu landen ...“
Ganz schön jammervoll der Mann. Aber ehrlich: So schlimm wird es nicht werden. Denn wenn Dieter Wurm etwa 2014 in die Sicherungsverwahrung einfährt, steht vielleicht schon der Neubau. Mit 20 statt jetzt nur sechs Quadratmeter großen Zellen und einem eigenen Bad. Es gibt auch mehr Aufenthaltsräume, die Stationen sind mit zehn Plätzen deutlich kleiner. Insgesamt sollen dann 60 Knackis in dem Neubau wohnen. Für die gibt es auch mehr Personal.

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