Nach Schüssen auf einen 33-Jährigen vor einer Diskothek in Berlin-Waidmannslust hat die Polizei noch keine Hinweise auf den Täter. Der Zustand des Opfers sei stabil, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Jedoch hätten die Ermittler des Landeskriminalamts den Mann noch nicht vernehmen können. Der Ablauf und die Hintergründe der Tat seien weiterhin unklar.
Am frühen Sonntagmorgen hatte ein Unbekannter mehrmals auf den 33-Jährigen gefeuert, der sich nahe dem Clubeingang am Oraniendamm aufgehalten hatte. Der Schütze flüchtete unerkannt. Das Opfer kam schwer verletzt ins Krankenhaus und musste notoperiert werden. Seither liegt der Mann auf der Intensivstation.
Ob der Mann in dem Club als Türsteher arbeitete, konnte die Polizei nicht bestätigen. Den Angaben zufolge gibt es bislang auch keine Erkenntnisse über einen Bezug zur Rockerszene. Viele Rocker arbeiten im Türsteher-Milieu, um die Kontrolle über zweifelhafte Geschäfte in den Clubs zu haben. Revierstreitigkeiten sind immer wieder die Folge.
Unlängst wurde der Chef der Hells Angels Nomads vor seinem Lokal in Berlin-Hohenschönhausen niedergeschossen. Der 47-Jährige wurde inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen. Ermittler hatten danach Racheakte befürchtet. Bislang hat die Polizei keine Spur zum Angreifer. Rocker sind dafür bekannt, dass sie nicht mit der Polizei zusammenarbeiten und Streitigkeiten generell intern regeln. dpa

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