Montag, 20. Februar 2012
Prozess um tödliche Hetzjagd

Angeklagter bekennt überraschend Mitschuld


Tod nach U-Bahnangriff

Weil er Giuseppe vor ein Auto hetzte: Ali T. saß bis Donnerstag in Untersuchungshaft. Doch der Richter ließ ihn laufen. In der blauen Tüte sind seine Knast-Utensilien.

Foto: zVg
Berlin (dpa/bb) –  

Nach der tödlichen Hetzjagd auf einen jungen Berliner hat sich ein 21-jähriger Angeklagter mitschuldig am Tod des Opfers bekannt. „Mein Verhalten ist mitverantwortlich“, erklärte der Angeklagte am Montag zu Prozessbeginn vor dem Berliner Landgericht. Ihm wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Der Berliner soll den 23-jährigen Giuseppe M. im September 2011 nach einer Schlägerei aus der U-Bahnstation Kaiserdamm verfolgt haben. Das Opfer wurde bei seiner panischen Flucht von einem Auto erfasst und tödlich verletzt.

Der Angeklagte war eigenen Angaben nach angetrunken, als er mit seinem Freund auf Guiseppe M. und dessen Begleiter traf. Es habe eine Schlägerei gegeben. Er sei hinterher gelaufen, als Giuseppe M. aus der U-Bahn auf die Straße rannte. Er habe gesehen, wie Giuseppe M. gegen einen Mast geschleudert wurde. „Ich war geschockt und hatte Panik“, erklärte der 21-Jährige über seinen Anwalt.

Der 22-jährige Mitangeklagte gab eine Beteiligung an der Schlägerei zu. Er war selber verletzt und hatte von dem Geschehen auf der Straße nichts mitbekommen.

Mahnwache am U-Bahnhof Kaiserdamm

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Trauerfeier für Guiseppe

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