Polizei-Chefin Margarete Koppers lässt das Landeskriminalamt umgraben – auf der Suche nach einem Maulwurf. Drei Ermittler fahnden in den eigenen Reihen nach dem Verräter, der die Rocker-Razzia bei den Berliner Hells Angles verpfiff.
Bisher ohne Erfolg. Immerhin kann aber offenbar ausgeschlossen werden, dass der Tipp aus der Einsatzleitung kam. Die war ja in alles eingeweiht. Koppers: „Es gelangten zum Teil falsche Informationen an die Öffentlichkeit.“ Jetzt sollen die Fahnder herausfinden, an welcher Stelle der Behörde die Falsch-Infos zusammengelaufen sein könnten.
Hells-Angels-Sprecher „Django“ kündigte an, gegen das Verbot einer Berliner Gruppe (HABC) des Rockerclubs gerichtlich vorzugehen: „Notfalls klagen wir bis zum Europäischen Gerichtshof.“ In der Szene rumort es gewaltig. Vom Täter, der Hells-Angeles-Boss Andre Sommer (47) in Hohenschönhausen niederschoss, gibt es nur eine vage Beschreibung. „Django“ schließt einen neuen Rockerkrieg ebenso aus wie eine „klubinterne“ Tat.
Durch den Razzia- und Verbotsverrat hatten Mitglieder von HABC einen Teil des Vereinsvermögens in Sicherheit bringen können, lösten sich auf. Ebenso machte es jetzt die Potsdamer Gruppe der Höllenengel und ihre Unterstützer. Mehrere Berliner Rocker waren zu ihnen übergelaufen. Möglicherweise standen auch sie kurz vorm Verbot.
Im Beisein zweier Anwälte äußerte sich Django (Mi.) von den Hells Angels zum Gesundheitszustand von André Sommer.
Foto: dpa

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