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Berlin hat Plusgrade. Jeden Tag wird es ein wenig wärmer. Das Eis auf den Seen schmilzt. Trotzdem wagten sich auch am Sonntag wieder ein paar Leichtsinnige auf die Müggelspree. Gleich zwei brachen ein – ein Schlittschuhläufer und ein Eissegler.
Das ist nicht tollkühn und auch kein Freizeit-Spaß mehr. Kurven auf dem beängstigend dünnen Eis zu ziehen ist einfach nur lebensgefährlich. Ein 51-Jähriger bekam das zu spüren, brach Sonntagnachmittag in der Mitte des Gewässers ein. Der Mann hatte eigentlich einem Eissegler (17) helfen wollen, der nur Minuten zuvor mit seinem Gefährt ebenfalls eingebrochen war.
Während sich der Jugendlichen aber unverletzt ans Ufer retten konnte, steckte der Schlittschuh-Läufer hilflos im Eisloch fest. Nur mit großer Mühe gelang es ihm, sich über Wasser zu halten. Vier Feuerwehrleute befreiten ihn. Doch das dauerte fast eine halbe Stunde lang. Der Mann kam mit einer schweren Unterkühlung in eine Klinik.
Am Sonnabend war bereits auf der Müggelspree ein Eissegler verunglückt. Andreas B. (42) wurde ebenfalls von der Feuerwehr gerettet. Es soll allerdings nicht sein erster Eisunfall dort gewesen sein. Ein paar Tage zuvor soll er sich trotz der Gefahr schon einmal auf den See hinaus gewagt haben – und eingebrochen sein. „Jetzt bleibt der Segler im Schuppen“, sagt seine Frau.
KEI
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