Die Berliner Polizei hält den Druck gegen kriminelle Hütchenspieler hoch: Beamte einer Einsatzhundertschaft nahmen am Mittwochabend neun Männer und eine Frau vorübergehend fest, nachdem sie in der Tauentzienstraße in Schöneberg und Charlottenburg mehrere Passanten zum Spielen gedrängt hatten, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte.
Die Polizisten beschlagnahmten Spielutensilien, elf Handys und knapp 700 Euro mutmaßlichen Spielerlös. Zudem fertigten die Beamten Strafanzeigen wegen Betrugsverdachts und Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz.
Schon in den vergangenen zwei Wochen war die Polizei verstärkt in Mitte gegen die Hochstapler vorgegangen. 78 Personen wurden überprüft und 62 Platzverweise erteilt. Beamte leiteten 13 Ermittlungsverfahren wegen Betrugs, Raubes und Diebstahls ein und beschlagnahmten rund 3400 Euro. Zuvor war die Polizei in die Kritik geraten, nicht genügend gegen die Kriminellen zu tun. So waren auch Bürger, die sich an die Polizei gewendet hatten, nicht ernst genommen.
Beim Hütchenspiel sollen Vorbeigehende Geld darauf wetten, unter welchem von drei Hütchen die Kugel liegt. Dabei verlieren Passanten jedoch immer, weil die Kugel unbemerkt aus dem Spiel genommen wird. Die Banden stammen meist vom Balkan oder aus Osteuropa.
Der Spieler (rechts): Er bewegt die drei Schachteln. Dabei hebt er die mit der Kugel kurz an. Dann rollt die Kugel, verdeckt von seinem Unterarm, unter eine andere Schachtel. Die perfekte Täuschung.

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