Wegen des Mordes an seiner 85-jährigen Großmutter muss sich ein Berliner Medizinstudent seit Donnerstag vor dem Landgericht Fulda verantworten. Im Juli 2012 hatte er viermal mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser auf die alte Dame eingestochen und die Tat später gestanden.
Es war ein Sonntagvormittag, im Juli, als der damals 24-jährige Enkel unangemeldet zu Besuch bei seiner Großmutter Marianne S. in Bebra (Hessen) auftauchte. Die alte Dame lebte allein in dem gepflegten Bungalow mit weißem Holzzaun vor dem Garten. Die Rentnerin, bei ihren Nachbarn als freundlich und hilfsbereit bekannt, ließ ihren Enkel arglos ins Haus.
Dort sticht der junge Mann auf seine Oma ein, verletzt sie an der Lunge und durchtrennt die Halsschlagader der wehrlosen Frau. Nach der Tat ruft der Enkel bei der Polizei an, gesteht die Bluttat. In den Vernehmungen schweigt er jedoch über sein Motiv.
Im Prozess soll nun geklärt werden, ob der 25-Jährige wegen einer paranoiden Schizophrenie zur Tatzeit schuldunfähig war. Laut Staatsanwaltschaft hatte er Stimmen gehört, die ihm befahlen, seine Großmutter zu töten. Vor dem Mord sollen die beiden ein gutes Verhältnis gehabt haben.
Außerdem wird in dem Verfahren darüber entschieden, ob der 25-Jährige dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wird.

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