Sie wurde 43 Tage vermisst. Ihre zwei kleinen Söhne hofften so sehr, dass Mama nach Hause kommt. Doch die schöne Kolumbianerin Andrea Julissa (32) lag tot in einem Kanal. Erschlagen vom Vater der Kinder. Jetzt kommt Helmut K. (48) als Killer vor Gericht.
Der Staatsanwalt geht von Mord aus Habgier aus: „Weil er die Kosten für Scheidung und Unterhalt sparen wollte.“ Und er habe die Jungs (fünf und sieben Jahre) haben wollen. Andrea, die auf dem Karneval der Kulturen tanzte, wurde schrecklich zugerichtet (KURIER berichtete). Sie hatte sich am Abend des 30. September schick gemacht, Rotwein und Nüsse gekauft. Für ihren Noch-Ehemann, der sie zu sich nach Hohenschönhausen eingeladen hatte. Ein Stelldichein, eine Versöhnung. Monate zuvor hatte sie sich getrennt. Weil es so viel Streit gegeben hatte, weil sie Angst vor ihm hatte.
Schwere Kopfverletzungen hat eine 54 Jahre alte Frau in Berlin-Tiergarten erlitten, als sie am Dienstagabend von einem Auto angefahren wurde. Die Frau hatte am Lützowplatz die Fahrbahn betreten und war vom Wagen eines 34 Jahre alten Autofahrers erfasst worden. Sie kam zur stationären Behandlung ins Krankenhaus, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der Autofahrer blieb unverletzt.
Helmut K. aber soll eiskalt ein furchtbares Verbrechen geplant haben: Er deponierte laut Anklage einen Stoffbeutel in der Nähe des Bettes, der mit Kleinpflastersteinen gefüllt war. Sie waren nackt, als er zuschlug. Der Staatsanwalt glaubt: Erst drosch er mit dem Beutel zu, dann mit einem einzelnen Stein, dann habe er ein Band um ihren Hals gelegt, sie stranguliert. Die Leiche stopfte er in einen Hartschalen-Koffer, lud sie dann auf einen Fahrrad-Anhänger, schmiss sie schließlich in einen Abwasserkanal in Marzahn. Drei Tage später meldete er die Mutter seiner Kinder als vermisst. Im November knickte Helmut K. in einem Verhör ein, führte die Polizei zur Leiche.
Das grausige Ende eines großen Traumes. Die Kolumbianerin hatte K. über das Internet kennengelernt. Sie kam vor neun Jahren nach Berlin. Bald aber soll sie ihn von seiner brutalen Seite erlebt haben: Mehrere Anzeigen wegen häuslicher Gewalt gab es. Sie soll K., der eine Firma betrieb, aber immer wieder verziehen haben.
Helmut K. sitzt seit 11. November in U-Haft. Die Tötung gab er zu, einen geplanten Mord nicht. Seine Version bislang: Sie habe ihn im Streit angegriffen, er sich gewehrt. Ab Mittwoch steht er vor dem Richter. KE

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