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Mittwoch, 1. August 2012

S-Bahn schleift Fahrgast mit: Horrorunfall: Warum hat keiner gemerkt, dass Kevin eingeklemmt ist?


Ein Fahrgast springt in einen Zug, kurz bevor sich die Türen schließen.
Ein Fahrgast springt in einen Zug, kurz bevor sich die Türen schließen.
Foto: dpa
Marzahn –  

Es ist DIE Horror-Vorstellung für jeden Bahnfahrer: Man ist in der Tür eingeklemmt, halb im Waggon, halb auf dem Bahnsteig. Und dann fährt Zug einfach los. Einem 19-jährigen Berliner ist genau das passiert.

Es ist Dienstagabend, 22.30 Uhr: Kevin S. (Name geändert) verabschiedet sich auf dem S-Bahnhof Ahrensfelde von seiner Freundin und einem Bekannten, will mit der S7 nach Potsdam fahren. „Als der Mann das Signal zum Abfahren hörte, rannte er zum Wagen und wollte noch hinein“, so ein Sprecher der Bundespolizei. Doch Kevin S. schafft es nicht mehr in den Waggon – dafür wird sein Arm eingeklemmt. Dann setzt sich die S-Bahn in Bewegung.

Fast 40 Meter wird der 19-Jährige mitgeschleift, knallt dann gegen das Absperrgitter am Ende des Bahnsteigs, wird ins Gleis geschleudert und kommt mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus. Jetzt wird ermittelt, warum der Triebwagenführer Kevin S. nicht sah und der Zug trotz einer bei einer offenen Tür eigentlich greifenden Anfahrtssperre losfahren konnte.

Bei einem fast identischen Unfall in München wurde 2003 ein Mensch ebenfalls schwer verletzt, in Köln überlebte ein Mann einen ähnlichen Unfall 2010 nahezu unverletzt. KOB, PDE

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