Der mutmaßliche Schmierfink und NPD-Politiker Alf B. (Mitte) bei einem Aufmarsch in Dresden.
Foto: Theo SchneiderHaken- und Keltenkreuze sowie der Schriftzug „NW Berlin“ (Nationaler Widerstand) – vermehrt tauchten in den letzten Tagen wieder rechtsextreme Schmierereien an Gedenktafeln und Kultureinrichtungen in der ganzen Stadt auf. Offenbar wurde jetzt auch ein NPD-Politiker bei dem braunen Vandalismus ertappt.
Tatort: Das Haus der Jugend Köpenick (HdJK). Dort könnte sich einer der Täter besonders dumm angestellt haben. Nachdem Nazi-Parolen an die Außenwand gesprüht wurden und ein Böller explodierte, flüchteten die rechtsextremen Schmierer über einen Zaun. Beim Überklettern verlor einer der Übeltätern sein Portemonnaie.
Besonders pikant: Nach Informationen des KURIER handelt es sich dabei um den Geldbeutel samt Dokumenten des NPD-Politikers Alf B., seines Zeichens Abgeordneter im Kreis Nordwestmecklenburg an der Ostseeküste und Vorsitzender der Jungen Nationaldemokraten (JN) in Mecklenburg-Vorpommern. Das Haus der Jugend erstattete Anzeige bei der Polizei, übergab als „Beweisstück“ das gefundene Portemonnaie.
Hängen die Schmierereien in Pankow, Köpenick, Kreuzberg und Neukölln mit der im Internet aufgetauchten Nazi-„Hassliste“ (der KURIER berichtete) zusammen? In dieser rufen militante Rechtsextreme unter anderem zu Anschlägen auf eben jene jetzt beschmierten Läden, Gedenktafeln, Projekträume und Privatpersonen auf...
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