Die Polizei hat am frühen Mittwochmorgen den tödlichen Unfall vom 17. September am U-Bahnhof Kaiserdamm in Charlottenburg nachgestellt. Dazu wurde der Kaiserdamm zeitweilig gesperrt.
Von der Aktion versprechen sich die Kriminalbeamten Aufschluss darüber, was tatsächlich geschehen ist. Auf der Flucht vor zwei 21 und 22 Jahre alten Schlägern war Giuseppe M. († 23) in Panik auf den Kaiserdamm gelaufen, dort von einem Auto erfasst und getötet worden. Ein 23 Jahre alter Zeuge meldete sich wenige Tage nach dem Unfall.
Ein betrunkener 18-Jähriger Gymnasiast greift im Berliner U-Bahnhof Friedrichstraße einen 29 Jahre alten Mann an und wirft ihn zu Boden. Die brutale Attacke wird von Überwachungskameras gefilmt. Zu sehen ist, wie der junge Mann seinem Opfer mehrfach auf den Kopf springt. Im September wird der Schüler zu zwei Jahren und 10 Monaten Jugendstrafe verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Das Unglück hatte in Berlin Entsetzen ausgelöst. Am 19. September hatten bei einer Demonstration Hunderte Menschen des toten jungen Mannes gedacht und am Unfallort zahlreiche Blumen niedergelegt. Sie erinnern auch jetzt noch an das Geschehen.
Gegen die Beschuldigten Ali-Eren T. (20) und Baris B. (23) waren bereits am 18. September Haftbefehle erlassen worden, nachdem sie sich der Polizei gestellt hatten.

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