Dienstag, 3. Januar 2012
Für mehr Sicherheit

Architektin im Polizei-Dienst


Ingrid Hermannsdörfer zeigt Fotos von verwahrlosten Orten.
Ingrid Hermannsdörfer zeigt Fotos von verwahrlosten Orten.
Foto: Teich
Berlin –  

Wer hätte das gedacht, aber Berlins Polizei beschäftigt eine Architektin. Ingrid Hermannsdörfer (57) berät die Behörde, wie durch städtebauliche Veränderungen Verbrechen vermieden werden können. Die amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers (49): „Wir wollen auf diese Weise das Sicherheitsgefühl verbessern. Es macht zum Beispiel viel aus, wenn ein dunkler Bahnhof besser ausgeleuchtet wird.“

So fahndet Hermannsdörfer mit Hilfe der Direktionen in der ganzen Stadt nach Orten, die sich aus polizeilicher Sicht sicherer machen lassen. Etwa am Kottbusser Tor (Kreuzberg), wo Graffiti entfernt wurden. Hermannsdörfer: „Wo der Eindruck von Verwahrlosung entsteht, Unübersichtlichkeit herrscht, dort wird die Kriminalität angezogen.“ Manchmal genügen schon Umbauten für 110 Euro, wie am Bahnhof Zoo. Dort verschwanden zahlreiche Dealer, nachdem sie auf einem Zaun nicht mehr sitzen konnten. Und es gibt sogar Überlegungen, künftig bewachte Fahrradparkplätze an Bahnhöfen zu schaffen. SCHA

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