Retter tragen Samantha zum Hubschrauber. Sie liegt im Virchow-Klinikum. Ihre Freundin Mina kam nach Neukölln.
Foto: ANNE MEYEREin unbeschwerter Schul-Wandertag endete als schreckliche Tragödie: Bei einer Schatzsuche wurden zwei junge Mädchen von einem schweren Findling begraben (KURIER berichtete). Mina und Samatha (10, 11) liegen seitdem im künstlichen Koma.
Beide Mädchen schweben immer noch in Lebensgefahr, nachdem sie bei dem Schulausflug verunglückten. Ein 500 Kilo-Findling hatte die Grundschülerinnen (4. Klasse) im Landschaftspark Johannisthal unter sich begraben. Sie haben schwere Verletzungen an Kopf und Körper.
Der Treptower Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) kann sich den Unfall nur so erklären: Die Kinder selbst sollen den Stein unterhöhlt haben, weil sie auf ihrer Schatzsuche im sandigen Untergrund gebuddelt haben. Dem „Tagesspiegel“ sagte er: „Keiner konnte sich vorstellen, das Kinder so spielen.“
Die Polizei dagegen ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen. Dabei wird auch geprüft, ob die für den Park Verantwortlichen ihre Pflichten verletzt haben. Bürgermeister Oliver Igel (SPD): „Wir prüfen genau die Umstände des schlimmen Vorfalls, werden dazu Lehrer, Erzieher und Kinder befragen. Mit schwerem Gerät ist der Findling inzwischen in die Talsohle gebracht worden. Das ist der tiefste Punkt. Dort kann nichts mehr ins Rollen kommen.“
KOB, ROG

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