Jemanden zum Reden haben, in den Arm nehmen. Scheint dieser Mann (50) gebraucht zu haben, der 40 Meter in die Höhe stieg, um sein Leben wegzuwerfen. Am Ende herzte er die Retter, die ihn vom Sprung in die Tiefe abhielten.
7.39 Uhr war’s am Segelfliegerdamm (Treptow), als Polizisten die Feuerwehr riefen: „Auf dem leerstehenden Fabrikgelände ist einer offenbar in Selbstmordabsicht auf den Schornstein gestiegen.“ 27 Feuerwehrleute rückten an, drei Beamte stiegen auf die Plattform des Teleskopmastes, der sie auf Höhe des Lebensmüden brachte.
Bei einem Autounfall ist am Mittwoch ein zehn Jahre alter Junge gestorben. Wie das Lagezentrum der Polizei Brandenburg in Potsdam mitteilte, fuhr ein 47-Jähriger mit seinem Wagen auf der Bundesstraße 96 zwischen Zossen und Baruth/Mark (Teltow/Fläming) auf gerader Strecke gegen einen Baum. Die Unfallursache war noch unklar. Der kleine Junge starb noch am Unfallort; der Fahrer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Feuerwehrsprecher Wolfgang Rovenhagen: „Es wurden mit dem Mann Verhandlungen aufgenommen.“ Nicht einfach, denn der Kletterer im Kreuzberg-Shirt (SO 36) war betrunken, zwischendurch warf er seinen Rucksack runter. Dann aber ließ er sich überreden, sich an ein Seil zu befestigen und langsam, Schritt für Schritt, wieder nach unten zu kommen.
Sicher dort angekommen, verteilte er überschwänglich Küsschen, bedankte sich für den Einsatz. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus Hedwigshöhe, wo er stationär aufgenommen worden ist und unter Beobachtung von Ärzten steht. SCHA

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