Samstag, 20. August 2011
Elf Taten

Kinderwagen-Brandstifter gesteht


1. Feuerteufel kaltgestellt

Feuerteufel Maik D. (29) versetzte Prenzlauer Berg in Angst und Schrecken – jetzt sieht er sich als Opfer

Berlin –  

Der Berliner Kinderwagen-Zündler ist geständig. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, hat der 29 Jahre alte Zeitungsbote elf Brandstiftungen aus den vergangenen fünf Wochen eingeräumt.

Der Zündler ist Zeitungsausträger, heißt Maik D. und wohnt in Neukölln. Als er sich um 3 Uhr auf Tour durch den Neuköllner Kiez machte, standen Fahnder bereit. Sie hatten den Mann schon länger unter Verdacht und kontrollierten alle Häuser, die Maik D. betrat.

Brandschäden am Auto: Was zahlt meine Versicherung?

Zahlt die Versicherung für einen ausgebrannten Wagen?

Ja. Sowohl die Teil- als auch die Vollkaskoversicherung kommt für den Schaden auf. Man wird nicht zurückgestuft. Ersetzt wird allerdings immer nur der Zeitwert („Schwacke-Liste“).

Wie Haus in der Winsstraße 72, in dem sich Maik D. um 5.30 Uhr längere Zeit aufhielt. Als der Bote es verließ, brannte dort ein Kinderwagen. Festnahme! Kollegen beschreiben Maik D. als „freundlichen, jungen Mann“. Ins Visier der Ermittler geriet der Pyromane durch die Hausschlüssel, die er für seine Arbeit brauchte. Auch Postboten wurden überprüft.

Seit September 2010 hatten der oder die Feuerteufel immer wieder in der Gegend zugeschlagen. Rätselhaft blieb das Motiv und wie Täter in die Flure kommen konnten. Im Kiez ging die Angst um. Türen wurden versperrt und Warn-Plakate aufgehängt. Auf denen stand, wie der Täter vorging. Er zündete Werbeprospekte an und legte sie dann auf den Stoff der Kinderwagen. Es wurde sogar spekuliert, dass sich die Brandstiftungen gezielt gegen Neubewohner oder junge, wohlhabende Familien richten.

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