Freitag, 17. Februar 2012
Ehemann niedergestochen

Blutiger Rosenkrieg im feinen Lichterfelde

Von CLAUDIA KEIKUS und KLAUS OBERST

Familiendrama in Lichterfelde
Lichterfelde –  

Die Zustände im Haus von Familie M. erinnern an einen Erfolgs-Film aus dem Jahr 1989. Wie im Streifen „Der Rosenkrieg“ verfolgen sich Karola (58) und Bernd (70) aus Lichterfelde seit Jahren mit ungeheurem Hass. Jetzt fochten sie nachts einen handfesten Streit aus, der furchtbar endete ...

Das Gesicht von Bernd M. ist blutverschmiert. Der ältere Herr sitzt mit starrem Blick im Rettungswagen. Sein weißer Kopfverband ist rot durchtränkt. Er hält eine Decke mit einer Hand am Hals umklammert, steht sichtlich unter Schock. Seine Frau Karola hat versucht ihn zu töten. Sie stach ihm in der Nacht gegen 1.30 Uhr mit einem Messer in den Kopf, verletzte ihn am Oberkörper. Nach der Attacke wollte sie sich selbst verbrennen – mit Benzin.

Die Nachbarn im hübschen Kirchmeisterweg wundern sich nicht. Viele sagen, sie hätten so etwas kommen sehen, wenn auch nicht so krass. Denn Karola M. soll schon seit langer Zeit einen rabiaten Feldzug gegen ihren Mann führen. Sie wollte ihm wohl sogar Miete für die Garage abknöpfen, weil sein Wagen dort stand. Das große Haus, in dem sie schon seit 20 Jahren leben, ist längst aufgeteilt. Bernd M. bewohnt das Erdgeschoss, seine zwölf Jahre jüngere Frau zog nach oben.

Ein gemeinsamer Sohn (21, Student) lebt mit seinen Eltern dort. Insgesamt gehören zu der Familie drei erwachsene Kinder (zwei Söhne, eine Tochter). Der Älteste (35) führt den Familienbetrieb, eine Heizungs- und Sanitärfirma. Selbst mit einigen ihrer Kinder soll Karola M. mittlerweile so zerstritten sein, dass sie zwei ihrer Enkel nicht sehen darf.

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Nach der Messer-Attacke wird in dieser Ehe wohl nichts mehr zu kitten sein. Während Bernd M. den gefährlichen Angriff wohl ohne große Spätfolgen überstehen wird, liegt seine Frau im Unfallkrankenhaus Marzahn. Sie hat laut Polizei schwerste Brandverletzungen an den Beinen, schwebt in Lebensgefahr.

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