Sonntag, 29. Januar 2012
Hassbrenner wieder da

Die Feuerspur des Terrors


Die Feuerspur des Terrors

1.00 Uhr: Dieser Lieferwagen wurde von den Chaoten in der Rigaer Straße angezündet, das Fahrzeug brannte vollständig aus.

Foto: Markus
Berlin  –  

Berlin Randale, Brandstiftungen und sinnlose Gewalt: In Friedrichshain entlud sich gestern der Hass der linksautonomen Szene auf alles, was anders ist. Polizisten wurden angegriffen, Scheiben eingeworfen, Autos, Mülltonnen und Klohäuschen abgefackelt.

Gewaltbereite Autonome hatten bereits tagsüber am Rande einer linken Demonstration in Neukölln immer wieder versucht, Straßenschlachten anzuzetteln. Die Polizei hielt jedoch mit rigorosen „Freiheitsentziehungen, Platzverweisen und allgemeinen Personenüberprüfungen dagegen, so dass sich die Lage gegen 20 Uhr vollständig beruhigte“, sagte ein Sprecher.

Doch gegen Mitternacht sammelten sich rund 300 gewaltbereite Autonome erneut, diesmal in der Szenehochburg Friedrichshain rund um eines des letzten besetzten Häuser in der Rigaer Straße 94. Gegen 1 Uhr morgens schlug der Mob dann in kleinen Gruppen los.

Zunächst brannten in der Rigaer Straße zwei Mülltonnen, kurz darauf fackelten die Chaoten wenige Meter weiter einen Lieferwagen ab. Gegen 2.15 Uhr rollten die Autonomen mehrere brennende Mülltonnen auf die Samariterstraße. 45 Minuten später brannte erneut ein Müllcontainer, diesmal in der Eldenaer Straße. Hier konnte die Polizei zwei Personen noch vor Ort festnehmen.

Nächte der brennenden Autos: Hassbrenner unterwegs

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Um 3.50 Uhr standen erneut mehrere Müllcontainer in Flammen, diesmal auf Höhe des ehemals besetzten Hauses in der Liebigstraße 14. Auch hier wurden drei Hassbrenner geschnappt. Nach Pflastersteinwürfen auf Polizisten aus dem Haus in der Rigaer Straße gingen die entnervten Beamten zum Gegenangriff über, stürmten mit Pfefferspray das Zentrum des Hasses und nahm 23 Tatverdächtige vorübergehend fest. „Die gingen nicht zimperlich vor“, jammerte einer der Hausbesetzer im Internet.

Um 4.30 Uhr griff der Mob schließlich noch eine Sparkasse in der Boxhagener Straße an, mehrere Scheiben wurden zerstört. Die letzte Attacke gegen 5 Uhr: In der Dolziger Straße wurde das Toilettenhaus einer Baustelle abgefackelt. Im Morgengrauen beruhigte sich die Lage.

Bis zum nächsten Sonnabend. Da rüstet sich die Szene zu einer Demo am Bersarinplatz.

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