Polizei&Prozesse
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Freitag, 29. Juni 2012

Der Held vom S-Bahnhof Ahrensfelde: Rippe gebrochen, aber nicht sein Mut

Von M. KÖRNER und P. DEBIONNE

Mario-Alexander B. steht an der Stelle, an der ihm zwei Schläger eine Rippe brachen.
Mario-Alexander B. steht an der Stelle, an der ihm zwei Schläger eine Rippe brachen.
Foto: Körner
Berlin –  

Ein Mann sieht eine wilde Prügelei, geht dazwischen, weil er helfen will. Jetzt hat er mehrere Prellungen und eine gebrochene Rippe. Trotzdem sagt der mutige Berliner: Ich würde jederzeit wieder so handeln.

In der Nacht zu Mittwoch randalieren zwei Männer (17 und 21 Jahre) am Bahnhof Ahrensfelde. Zunächst reißen sie einen Feuerlöscher aus der Verankerung, versprühen den Inhalt, dann rennen sie auf einen angrenzenden Parkplatz. „Hier traten die Täter mehrere Außenspiegel parkender Autos ab“, so ein Sprecher der Bundespolizei. Als zwei Sicherheitsmitarbeiter der Bahn die Randalierer stellen, eskaliert die Lage! Der Sprecher weiter: „Die Männer attackierten die Bahnmitarbeiter mit einer Flasche und einem Messer!“

Da greift Mario-Alexander B. ein! Der 43-Jährige, der in einem Geschäft im Bahnhof Ahrensfelde arbeitet: „Ich bin hingerannt und wollte die Männer beruhigen. Und dann haben die mich angegriffen!“ Brutal hauen und treten die Täter auf B. ein, die Schlägerei zieht sich durch den gesamten Bahnhof! Dann schubsen sie B. eine Treppe hinunter, dabei bricht er sich eine Rippe. Schließlich flüchtet der jüngere der Schläger, mit vereinten Kräften können B. und die Sicherheitskräfte den älteren der Raufbolde zu Boden ringen und die Polizei alarmieren – Festnahme.

Mario-Alexander B. muss vorübergehend in ein Krankenhaus. Und sagt trotzdem: „Ich würde immer wieder helfen. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder nur wegschaut...“

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