Die Herzlos-Pflegerin zwang eine alte Dame auf die Knie, kniff der Dementen in den Oberarm: Karin H. (49) landete vor der Richterin. Ein Auftritt der schlechten Sorte: Sie machte das Opfer schlecht, zog über Kollegen her.
Die blondierte Angeklagte schroff: „Frau H. schüttete anderen Getränke ins Gesicht, um Aufmerksamkeit zu bekommen.“ Die alte Dame grinse dann. „Und sie kneift jeden.“ Karin H. lässt kein gutes Haar an Luise H. (77). Die Rentnerin stammt aus einer Wohngemeinschaft. Als sie kam, galt sie als schwierig. Eine einsame Frau, die in ihrer eigenen Welt lebte, für andere kaum erreichbar war.
Karin H. wetterte: „Ich sollte sie beschäftigen, aber das ging gar nicht.“ Angeblich gab es eine Anweisung für den „Umgang“ mit der schwierigen Patientin. H.: „Wenn sie absichtlich etwas verschüttete, sollte sie es selber wegwischen.“ Der Chef widersprach: „Nie war das so.“ Es geschah am 18. Juni 2011. Julia K. (23, Namen geändert) war als Praktikantin mit Karin H. in der Spätschicht. Gegen 18 Uhr eine Szene, die sie fassungslos machte: „Die Rentnerin musste auf die Knie gehen.“ Karin H. habe der Dame einen Wischmopp in die Hand gedrückt, befohlen: „Aufwischen!“ Ein „leichter Tritt“ gegen die Wade folgte. „Dann kniff sie der Frau noch in den Oberarm.“ Die Praktikantin grübelte nach ihren Beobachtung drei Tage: „Ich war neu in der Pflege, war überfordert.“ Dann ging sie zum Chef. Der sah blaue Flecken bei der Rentnerin. Pflegerin Karin H. aber sieht sich als Opfer: „Die Praktikantin war auf eine Festanstellung aus.“
Die Pflege-Einrichtung reagierte prompt: H. verlor ihren Job. Die Richterin war überzeugt: „Sie zwang die Dame, den Boden aufzuwischen, kniff.“ Urteil: 900 Euro.
KE.
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