David K. versteckt sein Gesicht vor den Fotografen. Offenbar brachte er vier Menschen um.
Foto: GalertSeit April 2009 wird Detlef G. aus dem Wedding vermisst. Jetzt scheint klar: Serienkiller David K. (38), der derzeit in Düsseldorf im Knast sitzt, soll ihn erschlagen haben.
Im Frühjahr 2009 lernt Detlef G. (damals 45) in der Suppenküche am Bahnhof Zoo David K. kennen, lässt ihn zeitweise bei sich in der Drontheimer Straße übernachten. Was der geistig behinderte G. aus dem Wedding nicht wissen kann: Den Weg seines neuen Kumpels pflastern Leichen.
Schon 1991, damals erst 17 Jahre alt, missbraucht K. ein achtjähriges Mädchen in Heinsberg (NRW) und erschlägt die Kleine anschließend. Gerade aus der Haft entlassen, soll er die 37-Jährige Ex-Prostituierte Anett O. erstochen und ihre Leiche im Hamburger Herrengrabenfleet versenkt haben. Doch damit nicht genug, die Blutspur führt nach Berlin.
Vor drei Jahren verschwand der Weddinger Detlef G., erfolglos suchte die Polizei nach dem Berliner. David K. könnte seine Finger im Spiel gehabt haben. Ein Nachbar von G. sah die beiden kurz vor dem Verschwinden in die Wohnung gehen. Danach hörte er kein Lebenszeichen von Detlef G. mehr. Dafür fanden die Spurensicherer in seiner Wohnung jede Menge Blut. Offenbar erschlug David K. sein Opfer mit einem schweren Aschenbecher, der Täter wird zunächst nicht gefunden.
Anfang Juli 2010 machte David K. dann einen Fehler. Er erstach die 52-jährige Elizabeth F. (52) in ihrer Wohnung. Noch bevor er den Tatort reinigen konnte, zwang ihn ein Polizeieinsatz in der Nachbarwohnung zur Flucht. 2010 schnappten ihn Zielfahnder auf der Reeperbahn. Das Urteil für den Düsseldorfer Mord: 15 Jahre Haft.
Auch die Berliner Ermittler wurden aufmerksam und verglichen Spuren und Tatmuster. Volltreffer! Nach KURIER-Informationen hat die Staatsanwaltschaft entsprechende Akten gen Düsseldorf geschickt, dort sitzt David K. in der JVA. In der Hauptstadt soll er nun nochmals vor Gericht gestellt werden, sollen ihm die Morde aus Düsseldorf und dem Wedding lebenslange Haft plus Sicherheitsverwahrung einbringen.
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