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Montag, 25. Februar 2013

Bruder Leichtfuß: Polizei fischt Eisangler vom Weißen See

Von K. Oberst und P. Debionne

Berlin –  

Ein kleiner Mann sitzt selbstzufrieden mitten auf dem Weißen See, vor ihm ist ein Loch im Eis. Der Mann will sich ein Mittagessen angeln. Doch kurz darauf ertönen die Sirenen von Polizei und Feuerwehr, die Einsatzkräfte beenden das lebensgefährliche Treiben des Mannes.

Es ist Sonntagnachmittag, gegen 15 Uhr: Ein Spaziergänger läuft mit seiner Frau am Weißen See entlang, das Pärchen genießt einen freien Tag. „Und plötzlich haben wir diesen Typ da auf dem Eis sitzen sehen“, so Klaus O. Der 49-Jährige weiter: „Allerdings war das Eis schon an mehreren Stellen geschmolzen, teilweise sind da schon Enten geschwommen. Das aber war dem Angler wohl ziemlich egal ...“

Klaus O. weiß: Sollte das Eis brechen, würde der mitten auf dem See sitzende Mann ertrinken oder erfrieren. Also ruft er die Feuerwehr. Die kommt nach wenigen Minuten angebraust, auch zwei Streifenwagen der Polizei sind mit dabei. „Als der Angler die Einsatzkräfte gesehen hat, hat er noch versucht, über das Eis einfach davonzulaufen“, sagt Klaus O. Doch die Beamten lassen sich nicht austricksen und fangen den Mann schnell ein.

O. weiter: „Einer der Beamten hat ihm dann erklärt, dass er schon mal sparen soll, weil er den Einsatz wahrscheinlich zahlen muss. Aber das hat den überhaupt nicht interessiert. Der hat immer nur gesagt: Ich habe Sie nicht bestellt, also muss ich auch nichts bezahlen.“

Jetzt wird geprüft, wie teuer die ganze Sache für den Eisangler tatsächlich wird.

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