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Samstag, 18. August 2012

Berlin greift durch: Jetzt werden kriminelle Kids weggesperrt!


Geheim-Villa für kriminelle Kids in Tegel
Berlin –  

Sie werden von Erwachsenen missbraucht, dealen mit Drogen, rauben, prostituieren sich. Nun hat Berlin ein Haus für kriminelle Kinder von 10 bis 14 Jahren eingerichtet, die bisher in anderen Ländern untergebracht wurden.

Die mehr als 100 Jahre alte Villa in Tegel hat schon bessere Tage gesehen. Die Einrichtung der Aufenthalts- und Bewegungsräume ist schlicht. Die zwölf Quadratmeter großen Zimmer sind einfach gehalten, die Wände kahl, nur hier und dort zieren gemalte bunte Blümchen und Schmetterlinge die Wände.

„Krisen- und Clearingeinrichtung“ nennen Senatsjugendverwaltung und Trägerverbund (EJF, FSD-Stiftung) das Haus. Ein „geschlossenes Heim“ möchte man nicht sein. Doch alle Fenster sind fest verschlossen, kein Kind kann alleine das Gebäude verlassen. Die Adresse bleibt geheim, um Befreiungsversuche durch Angehörige zu verhindern. „Menschen statt Mauern lautet das Konzept der Einrichtung“, erklärt Senatorin Sandra Scheeres (SPD). Man will sehen, welche Alternativen man den Klau- und Drogenkids bieten kann. Aber Fakt ist: Wer hier weggeschlossen wird, gefährdet entweder andere Menschen oder aber sich selbst. Deshalb tragen die Betreuer am Revers Alarm-Knöpfe, sind in Selbstverteidigung geschult.

Sieben Plätze bietet die Villa, ein Dutzend Pädagogen kümmern sich 24 Stunden am Tag um die Kids, die höchstens drei Monate bleiben. 320 Euro kostet das pro Kind. Die Mitarbeiter besitzen mehrere Qualifikationen, sprechen Türkisch, Arabisch.
Zurzeit seien minderjährige Prostituierte rund um den Bahnhof Zoo ein Problem. Laut Scheeres werden ihnen Drogen verabreicht, um sie gefügig für das dreckige Geschäft zu machen.

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